Vermischtes
Wikipedia-Gründer Wales zu Google, Facebook und Co.
Die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia schreibt eine 10-jährige Erfolgsgeschichte. Am Mittwoch erhält Wikipedia-Gründer Jimmy Wales den Gottlieb-Duttweiler-Preis. SF-Korrespondent Arthur Honegger hat sich mit Wales über die neusten Internet-Phänomene unterhalten.
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Wikipedia als Wissens-Plattform unterscheidet sich deutlich von anderen Internet-Phänomenen: Anders als die Suchmaschine Google, das soziale Netzwerk Facebook oder andere Top-Websites ist Wikipedia nicht gewinnorientiert.
«Wenn die Menschen auf Google gehen, dann wollen sie oftmals etwas kaufen. Damit verdient Google sein Geld. Nur hat Google auch mit mehr Konkurrenz zu kämpfen als beispielsweise Facebook», erklärt Wales im Interview.
Gebe es eine bessere Seite als Facebook, sie hätte keinen Erfolg, wenn sich nicht auch alle Freunde dort anmelden würden. «Das verhält sich bei Suchmaschinen anders, dort findet man plötzlich Bing besser als Google und sucht dann nur noch über Bing. Egal, ob Freunde weiterhin über Google suchen.»
Er sei ein ein starker Facebook-Nutzer, gibt Wales zu. Vor allem gefalle ihm jener Aspekt des sozialen Netzwerks, dass man mit «Menschen, die in einem gewissen Lebensabschnitt eine grosse Bedeutung hatten, wieder Kontakt aufnehmen kann».

Beim Internet müsse man sich generell mit der Frage nach dessen Offenheit auseinandersetzen. Am Beispiel der Apps auf dem iPhone führt Wales aus, dass die Menschen schnell bemerken, wenn etwas zu strikt unterbunden wird. «Es gibt eine Diskussion darüber, dass Apple die absolute Kontrolle hat, welche Apps auf dem iPhone zugelassen werden und welche nicht.»
Doch die ökonomischen Kräfte würden zu mehr Offenheit drängen. Dies sehe man am Beispiel der neuen Android-Mobiltelefone. Dort seien die Applikationen viel offener zugänglich. Das werde sicher auch bewirken, dass sich Apple dieser Entwicklung nicht verschliessen könne. Als Käufer eines mobilen Endgerätes müsste man sich solche Gegebenheiten immer vor Augen führen.
Wales ist überzeugt, dass das Internet auch in 10 Jahren seine Gratismentalität nicht einbüssen wird. «Dann werden die Informationen noch freier zirkulieren.» Der Wikipedia-Gründer sieht keine Zukunft für Onlinezeitungen nach dem Muster der britischen «The Times», die nur noch bezahlte Inhalte im Internet anbieten will. «Alles oder nichts», das funktioniere im Internet nicht. Dies sei nicht zuletzt eine Frage der Konkurrenz.
Am Mittwoch erhält Wales den Gottlieb-Duttweiler-Preis in Rüschlikon bei Zürich.
Gottlieb-Duttweiler-Preis
1958 schenkten die Mitglieder der Migros-Gemeinschaft ihrem Gründer Gottlieb Duttweiler zum 70. Geburtstag 200'000 Franken. Duttweiler richtete daraus den Gottlieb-Duttweiler-Preis ein.
Gemäss Stiftungsurkunde soll der Gottlieb Duttweiler Preis Personen verliehen werden, die sich durch «hervorragende Leistungen zum Wohle der Allgemeinheit verdient gemacht haben für eine kulturelle, gesellschaftliche oder wirtschaftliche Umwelt, in der ein jeder sich entfalten und an deren Weiterentwicklung ein jeder eigenständig mitwirken kann».
Unter den bisherigen Preisträgern finden sich beispielsweise der tschechische Schriftsteller Václav Havel im Jahr 1990 und der ehemalige deutsche Aussenminister Joschka Fischer 2004.
(sf)
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A. Andrey, Biel/Bienne
)
(freeze
Verfasst am: 26.1.2011 15:19
Gratulation
Wikipedia 4ever und freier zugang ins www 4 all -... mehr
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M. Metzler, Zürich
(mario.metzler )
Verfasst am: 25.1.2011 22:21
Richtiger Preisträger
Ich denke, da wurde der Richtige gewählt, denn... [1] mehr
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