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Schweiz

Hans Fehr von Anti-SVP-Demonstranten verprügelt

Freitag, 21. Januar 2011, 19:42 Uhr, Aktualisiert 22.01.2011, 15:05 Uhr

Vor der traditionellen Albisgüetli-Tagung der SVP in Zürich ist es zu einem Angriff auf SVP-Nationalrat Hans Fehr gekommen. Dabei haben vermummte Demonstranten auf Fehr eingeschlagen – und zwar solange, bis sich einige junge Frauen schützend vor den 64-Jährigen stellten. Fehr trug mindestens eine sichtbare Wunde an der Stirn davon.

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SVP-Nationalrat Hans Fehr erzählt, wie er verprügelt wurde.

«Ich habe so etwas noch nie erlebt», sagte ein sichtlich aufgewühlter Hans Fehr nach dem Angriff gegenüber der «Tagesschau». Er sei auf dem Trottoir Richtung Albisgüetli gegangen, als er von einer Gruppe Demonstranten erkannt wurde. Die «lockere, schwarze Horde», so Fehr, habe sich darauf auf ihn gestürzt und ihn in den Kopf und den Nacken geschlagen. Und als er am Boden lag, hätten sie ihn «mit Schuhen traktiert».

Attacke auf SVP-Nationalrat Fehr, «Tagesschau» 21.01.2011

Fehr kamen nach eigenen Angaben schliesslich drei junge Frauen zu Hilfe – «wahrscheinlich aus diesem Clan» – die «eine Art Cordon» um ihn bildeten. Fehr konnte darauf wegrennen, wobei ihm die unbekannten Schläger nachrannten und weiter auf ihn einschlugen.

Welche Verletzungen Fehr dabei erlitt, ist noch unklar. Äusserlich war auf seiner Stirn ein Blutfleck zu sehen. Fehr klagte zudem über Atemprobleme und Schmerzen in der Rippengegend. Er liess sich nach dem Zwischenfall im Spital Triemli untersuchen, wie Yves Gadient, Sekretär der SVP Kanton Zürich, sagte.

SVP-Nationalrat Hans Fehr erzählt, wie er verprügelt wurde.

Die Tat ereignete sich unterhalb des Albisgüetli, wo eine ganze Reihe Polizisten zugegen waren.

Angekündigte Demonstrationen

Im Vorfeld der diesjährigen Albisgüetli-Tagung der SVP hatten Linksautonome angekündigt, das Treffen zu stören. Ein Flyer, der auch im Internet kursierte, zeigte eine Gruppe schwarzer Schafe, die mit hämischen Grinsen das SVP-Maskottchen Zottel über dem Feuer rösten.

Wegen einer unbewilligten Demonstration, die gegen 18 Uhr vor dem Zürcher Strassenverkehrsamt begann, war die Polizei in diesem Jahr mit einem grösseren Aufgebot vor Ort. Sie setzte Tränengas ein, um die Demonstranten vom Albisgüetli fernzuhalten. Die Demonstranten warfen mit Steinen und setzten Container in Brand.

Im Schützenhaus Albisgüetli – einem Lokal am Stadtrand Zürichs – treffen sich seit 1989 jeden Januar Mitglieder und Sympathisanten der Zürcher SVP samt Parteigrössen aus der ganzen Schweiz zur Albisgüetli-Tagung. Diese hat längst Traditionscharakter. In diesem Jahr werden bis zu 1500 Teilnehmer erwartet.

(tscj)