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Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko: Bakterien bauen Methan ab
Einen Grossteil des Methangases, das bei der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko aus dem Meeresboden geströmt ist, haben Bakterien abgebaut. Zu diesem Resultat kamen Forscher nach Messung der Methan- und Sauerstoffkonzentrationen im betroffenen Gebiet.
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Die Forscher der Texas A&M University hatten an über 200 Messstationen rund um den Unglücksort den Sauerstoff- und Methangehalt im Wasser untersucht. Die Proben ergaben eine Vielzahl von methanfressenden Bakterien. Zusätzlich wurde an sieben Orten die Zusammensetzung der Bakterienkolonien auf dem Meeresgrund analysiert. Dabei kam man zum Schluss, dass die Tiefsee-Bakterien, auch Methanotrophe genannt, das Methan innert vier Monaten abgebaut haben. Die Tiefsee-Bakterien nutzen Methan als Kohlenstoff- und Energiequelle.
Katastrophe sondergleichen
Die Forscher gehen davon aus, dass bei der Katastrophe bis zu 200‘000 Tonnen Methan entwichen sind. In der Natur findet man eine Freisetzung in diesem Ausmass nur sehr selten auf einmal.
Im April 2010 hatte eine Explosion auf der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ die schwerste Ölkatastrophe in der US-Geschichte zur Folge. Nach der Explosion waren nicht nur Millionen Liter Öl sondern auch grosse Mengen des Treibhausgases Methan ins Meer geströmt.
(sda/verl)
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