Schweiz
Kantone und Autolobby wollen zweite Röhre
Die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels muss laut den betroffenen Kantonen sowie der Autolobby mit einer zweiten Röhre erfolgen. Die Alpen-Initiative und der VCS stehen dem Vorschlag des Bundesrats positiver gegenüber.
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Der Bericht sei eine gute Diskussionsgrundlage, die aber noch verbessert werden könne, sagte der Geschäftsführer der Alpen-Initiative, Alf Arnold. Es müsse nun verhindert werden, dass der Verkehr auf den Pass oder andere Nord-Süd-Routen ausweiche. Ebenso müsse verhindert werden, dass für die betroffenen Regionen wirtschaftliche Nachteile entstünden.
Arnold fordert deshalb mehr Kapazitäten für den Auto- und Lastwagen-Verlad und eine längere Sommerpause. Damit würde erreicht, dass die Wirtschaft der Gotthardregion, die sich teilweise auf den Verkehr ausgerichtet habe, keine Einbussen erleide.
«Die Einrichtung eines Bahnverlads ist ökologisch und finanzpolitisch der einzig vernünftige Weg», stützt der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) die Idee der Alpen-Initiative.
Kantone vehement gegen Sperrung
Die Kantone hingegen fordern allesamt eine zweite Röhre. Für den Kanton Graubünden sei die Gotthard-Sperrung die schlechteste Variante. Der Bündner Verkehrsdirektor Stefan Engler befürchtet «gravierende Auswirkungen».
Die Kapazitätsgrenze der San Bernardino-Autostrasse als Ausweichroute für den Gotthardverkehr sei 2002 mit aller Deutlichkeit aufgezeigt worden, als der Gotthard wegen eines schweren Unfalls länger gesperrt gewesen sei. «Eine Situation wie 2002 darf sich nicht wiederholen», sagte Engler. Er plädiert darum für den Bau eines zweiten Tunnels oder eine Sanierung unter Verkehr, wie sie in Graubünden am San Bernardino Tunnel durchgeführt worden war.
Tessin will Runden Tisch
Der Tessiner Regierungspräsident Luigi Pedrazzini fordert einen Runden Tisch und den Einbezug des Tessins in die Lösungsfindung, denn egal welche Variante, der Kanton Tessin bleibe vom Rest der Schweiz während langer Zeit abgeschnitten.
Auch für den Urner Landammann Markus Züst geht es um eine Schicksalsfrage, wie eine sanierungsbedingte Sperrung der Gotthardachse zu verhindern ist. Deshalb hat der Kanton vergangene Woche den Bau eines neuen Tunnels vorgeschlagen. Im Gegenzug sollte der alte Tunnel nicht mehr benutzt werden.
Rein technisch sei die Schliessung der Gotthardröhre schon möglich. Wirtschaftlich sei dies für die betroffenen Regionen aber nicht tragbar, sagt Züst.
Autolobby will zweite Röhre
Der Touring Club Schweiz (TCS) kritisiert die «Leichtfertigkeit der Behörden bei der Infrastrukturplanung». Obwohl seit zehn Jahren bekannt sei, dass der Tunnel saniert werden müsse, würden keine Alternativen zur Schliessung vorgeschlagen.
Der TCS glaubt auch nicht, dass der Verkehr während der Ferienzeit mit dem Autoverlad bewältigt werden kann. Staus, mehr Luftverschmutzung und Unfälle seien vorprogrammiert. Nur eine zweite Tunnelröhre könne die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer garantieren.
Für strasseschweiz, den Verband des Strassenverkehrs, ist eine Sperrung des Gotthard-Strassentunnels «nicht zumutbar». Der Bau einer zweiten Tunnelröhre müsse «so rasch als möglich in Angriff genommen werden».
(sda/coro)
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E. Buchmann, Kirchberg
)
(Ernesto200925
Verfasst am: 23.12.2010 15:59
VCS - Bezeichnung
Mir ist immer noch nicht klar warum der... mehr
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E. Buchmann, Kirchberg
)
(Ernesto200925
Verfasst am: 23.12.2010 15:47
Endlich kann die EU mitzahlen
Es ist sicher klar, dass die 2. Röhre not-wendig... mehr
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R. Meier
Verfasst am: 19.12.2010 16:43
Ja Sie Frau Geroldswil, Sie haben recht. Zwar hat sich das
Volk gegen die Kapazitätserweiterung der... mehr
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