Wirtschaft
Junger Zürcher Unternehmer macht Millionen-Deal mit Xing
Für 10,35 Millionen Euro hat die Internetplattform Xing die Firma Amiando des 31-jährigen Zürchers Marc P. Bernegger gekauft. Er hat zusammen mit fünf deutschen Kollegen die Internetplattform vor vier Jahren in München gegründet. Heute zählt das Unternehmen über 30 Mitarbeitende und macht rund 2 Millionen Euro Jahresumsatz. Und es war nicht der erste Coup des Jungunternehmers.
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Amiando unterstützt mit seiner Dienstleistung Eventveranstalter – vom Anmeldeprozess bis zur Bezahlung. So können sich Gäste eines Events einfach übers Internet registrieren und ihre Eintrittstickets bezahlen. Seit dem Start im Jahr 2006 hat Amiando bereits 150‘000 Anlässe begleitet.
Das Angebot richtet sich vor allem an Business Kunden. Doch auch die Lady Gaga Tour in Europa habe man betreuen dürfen, erzählt Gründer Marc P. Bernegger im Interview mit «tagesschau.sf.tv». Der 31-Jährige ist der einzige Schweizer im sechsköpfigen Gründungsteam. Das Unternehmen hat seinen Sitz in München und hat 2010 laut Bernegger rund zwei Millionen Euro Umsatz erzielt.
Keine Angaben zu genauen Zahlen
Xing sei schon lange Kunde von Amiando, sagt Bernegger. Deshalb habe man sich gut gekannt. Die Synergien mit Xing seien sehr gross. Über 10 Millionen Euro lässt sich Xing die Übernahme kosten.
Über seinen konkreten Verdienst will Bernegger sich nicht äussern. Doch es war nicht der erste Coup des Jungunternehmers. Als Student hatte er vor 10 Jahren usgang.ch gegründet und 2008 an den deutschen Axel Springer Verlag verkauft. «Dass ich mit dem Medium Internet einiges verdient habe, das kann man sagen», meint er nur. Gerade im Internet-Business sei es wichtig, den richtigen Moment zu erwischen.
Voraussetzungen im Internet-Bereich ändern sich
«Kurz nach dem Verkauf an Axel Springer erlebte die Netzwerk-Plattform Facebook einen Boom und dominierte die Szene, in der sich auch usgang.ch bewegt. Vielleicht hätten wir ein halbes Jahr später nicht mehr den gleichen Preis verlangen können», so der Zürcher.
Deshalb sei es jetzt auch der richtige Moment gewesen, sein zweites «Baby» zu verkaufen. Die 35 Mitarbeitenden werden von Xing übernommen – Bernegger selbst zieht es weiter und er hat bereits Pläne. «Sobald ich unter einem Chef arbeiten muss, will ich etwas Neues machen.»
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