Vermischtes
Assanges Mutter: Vergewaltigungs-Vorwürfe sind haltlos
Die Vorwürfe gegen Wikileaks-Ikone Julian Assange wiegen schwer: Vergewaltigung zweier schwedischer Frauen. Dabei gibt es Widersprüche – viele vermuten dahinter eine Verschwörung. Auch Assanges Mutter glaubt nicht, dass ihr Sohn schuldig ist. Eine mögliche Erklärung für den schwierigen Fall Assange könnte aber auch Schwedens restriktives Strafrecht sein.
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«Natürlich bin ich in Sorge. Da bin ich wie jede andere Mutter», sagt Christine Assange, Julians Mutter, im Interview mit dem australischen Sender «Seven News Network». «Massive Kräfte» hätten entschieden, die Wikileaks-Ikone zu stoppen. Sie glaube nicht, dass ihr Julian vergewaltigen würde.
Eine ganz gewöhnliche Mutter ist Christine Assange wohl doch nicht. Sie zog Julian zusammen mit ihrem ersten Mann in ihrem Wanderzirkus auf. Später heiratete sie ein zweites Mal und bekam einen zweiten Sohn.
Julian soll verraten worden sein
Christine musste mit ihren beiden Söhnen aber vor ihrem zweiten Mann – einem Sektenführer – flüchten. So war Julian Assange mit 14 Jahren bereit 37 Mal umgezogen. Schon damals führte er ein Nomaden-Leben.
Heute glaubt Christine Assange, dass ihr Sohn verraten wurde. Gerade der australische Staat sollte Julian Assange als seinen Bürger verteidigen.
Mittlerweile sitzt Assange in London in einer gesonderten Zelle. Zu seinem eigenen Schutz, wie Gefängnisverwaltung mitteilt.
Nicht nur Assanges Mutter – auch viele von Assanges Sympathisanten glauben an eine Verschwörung gegen den Wikileaks-Mitgründer. Tatsächlich scheinen Ungereimtheiten den Fall zu verschleiern.
Der Fall Assange
Julian Assange ist Mitte August 2010 nach Stockholm gereist. Einerseits hat er dort mit Mitgliedern der schwedischen Piratenpartei über eine Art «Patenschaft» von Wikileaks-Servern verhandelt. Andererseits hielt er am 14. August einen öffentlichen Vortrag.
Der Nomade Assange wohnte während dieser Zeit teils in der Wohnung von dem mutmasslichen Opfer A. Sie amtierte als Pressekontakt für Assange in Schweden. In der Nacht auf den 14. August hatten die beiden Sex. Offenbar platzte dabei ein Kondom.
Am Tag des Vortrags sass A. zusammen mit dem anderen mutmasslichen Opfer S. in der ersten Reihe. A. twitterte, ob jemand eine Spontan-Party für den berühmten Gast geben könne. Am selben Abend ging Assange zunächst mit S. ins Kino, später an die von A. organisierte Party. Am 16. August hatten Assange und S. offenbar ungeschützten Sex.
Gemäss Aussagen erfuhren die beiden Frauen – sie hatten sich nicht gekannt – per Zufall, dass sie beide mit Assange intim waren. Danach gingen sie am 20. August gemeinsam zur Polizei. Gemäss dem Anwalt der beiden Frauen hätten sie sich nur beraten lassen wollen. Die zuständige Polizistin habe den Fall dann an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.
Der Anwalt der beiden mutmasslichen Opfer bestreitet vehement, dass die Vorwürfe eine Verschwörung gegen Assange seien. Solche Behauptungen seien «unfair». Vergewaltigung bedeute meist nicht, «dass ein Unbekannter hinter einem Busch hervorspringt».
Die Realität sei komplizierter, so der Anwalt. Er war der frühere Gleichberechtigungs-Ombudsmann Schwedens und ist selbsternannter Feminist. In Vergangenheit war er mit einer Forderung nach Anerkennung einer «kollektiven Männerschuld» für Gewalt an Frauen aufgefallen.
Sex mit Betrunkenen kann Vergewaltigung sein
Tatsächlich ist das Schwedische Strafrecht seit einer Gesetzesreform 2005 streng in Bezug auf sexuelle Vergehen. Die Androhung sexueller Handlungen oder Sex mit Betrunkenen können als Vergewaltigung gewertet werden. Auch wenn sich eine Frau nach dem Sex unwohl oder ausgenützt fühlt, kann eine Vergewaltigung vorliegen.
Seit der Gesetzesreform sind ist die Zahl von Anzeigen wegen Vergewaltigung gestiegen. Die Zahl der Verurteilungen ebenfalls, jedoch nicht in gleichem Masse.
(sf/frua)
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H. Haller, Kölliken
)
(kitwa
Verfasst am: 11.12.2010 13:33
Diese Vergewaltigung ist offenbar ein Unfug...
Es bleibt nun nur zu hoffen, dass dies so rasch... mehr
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D. mller
(swiss420 )
Verfasst am: 11.12.2010 12:15
Habe ich irgendetwas verpasst …
…oder wird dies hier wohl nicht richtig... mehr
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P. Feher, Geuensee
)
(Spartakus
Verfasst am: 11.12.2010 10:28
Ist das wichtig ???
Wieso wird auf SF nicht geschrieben, dass erst... [1] mehr
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