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Somm kündigt weiteren Stellenabbau bei der «BaZ» an

Samstag, 27. November 2010, 19:54 Uhr

Markus Somm, Chefredaktor der «Basler Zeitung» (BaZ), kündigt einen Stellenabbau in der Redaktion an. Noch sei nichts entschieden, aber es dürfte klar sein, dass auch die Redaktion einen Beitrag an die Kostenreduktion leisten müsse.

Bild «BaZ»-Chefredaktor Markus Somm
Sieht für sich selber bei der «BaZ» eine gute Zukunft: Chefredaktor Markus Somm. keystone

Dies sagte Somm in einem am Samstag vorab veröffentlichten Interview mit der «Schweizer Illustrierten». «Wir werden sicher Kosten senken müssen.» Somm rechnet damit, Personal abbauen zu müssen. Wie hoch der Abbau ausfallen wird, sei aber noch nicht bekannt, sagte er. Schon letztes Jahr hatte die «BaZ» rund 30 Redaktionsmitarbeitende entlassen.

«Ich mag Unternehmer»

Für sich selber sieht Somm bei der «BaZ» eine gute Zukunft. «Sicher werde ich hier einige Jahre als Chefredaktor wirken. Ich habe Freude am Job und hatte einen guten Start.»

Dass die Redaktion seinen Abgang verlangte, erklärt er mit seinem «starken Profil» als Journalist. Er sorgte für Unruhe in der Stadt. Für Basel sei es neu, dass man in der Zeitung auch eine profiliert bürgerliche Position lesen könne, und dann erst noch vom Chefredaktor persönlich.

Seine politische Position bezeichnet Somm als «radikal-liberal». Christoph Blocher, dessen Engagement bei der «BaZ» schliesslich zum Besitzerwechsel geführt hatte, schätze er sehr. Er freue sich aber darüber, dass Crossair-Gründer Moritz Suter die Zeitung übernommen habe. «Er ist Unternehmer. Ich mag Unternehmer», sagte Somm.

Verlag und Druckerei trennen

Der Besitzerwechsel war am Mittwoch bekannt geworden. Nach dem Verkauf bezeichnete der Investor Tito Tettamanti sein Engagement bei der «BaZ» reines «Geschäft». Er wollte das Verlagshaus und die Druckerei trennen, sagte Tettamanti in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung».

Dafür hätte Christoph Blochers Firma Robinvest Analysen liefern sollen. «Zudem könnte Robinvest daran interessiert gewesen sein, die Druckerei zu übernehmen», ergänzte der Tessiner Investor in einem Interview mit den Zeitungen «Tages-Anzeiger» und «Der Bund».

Die harschen Reaktionen auf das Mandat von SVP-Vizepräsident und alt Bundesrat Blocher sorgten dafür, dass Tettamanti die «Basler Zeitung» nach nur zehn Monaten wieder abstiess. In den Interviews wiederholte Tettamanti seine markigen Worte gegen die Reaktionen in Basel: Seine Rede ist von Intoleranz, Hass und Borniertheit.

(sda/vaid)

Kommentare aktiv...

T. Schneiter, Thun

Verfasst am: 28.11.2010 10:14

Chefredaktor..!

Ist es gut wenn man "fast" nur noch vom... mehr

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J. Lorber, Zürich
(JeffLorber Mann)
Verfasst am: 28.11.2010 8:09

Das Fussvolk leidet

Es ist doch eine Schande, wie mit den Arbeitern... mehr

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M. Recher, BS
(quovadisCH Frau)
Verfasst am: 28.11.2010 0:52

Euphorie

In der ersten Euphorie über den Besitzerwechsel... [1]  mehr

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