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Tettamanti: «Habe solche Emotionen nicht erwartet»

Donnerstag, 25. November 2010, 16:01 Uhr, Aktualisiert 20:58 Uhr

Der Tessiner Financier Tito Tettamanti geht nach seinem Verkauf der Basler Zeitung an Moritz Suter mit den Baslern scharf ins Gericht. In der Stadt herrsche eine «geistige Monokultur», sagte er dem Tessiner Radio (RSI). Sein Engagement in Basel hat der 80-Jährige aber bereits wieder abgehakt, wie er in der «Tagesschau» sagte.

«Ich habe gewisse Emotionen und Reaktionen unterschätzt», sagte Tettamanti der «Tagesschau». Mit einer solchen Intoleranz habe er nicht gerechnet. Als «Erfindung» bezeichnete Tettamanti den Vorwurf, Christoph Blocher habe sein Engagement an die Bedingung geknüpft, auf die Zeitung Einfluss nehmen zu können. Allzu enttäuscht ist Tettamanti aber nicht – es sei halt jetzt so, «nächstes Geschäft!».

Tettamanti zum Verkauf der «BaZ» an Moritz Suter

«Hoffe, dass alle zufrieden sind»

Er habe mit dem Verkauf der BaZ zwar einen «kleinen Gewinn» gemacht, doch sei es sicherlich nicht das Geschäft seines Lebens gewesen, sagte Tettamanti weiter. Er hoffe, dass nun alle zufrieden seien und dass sich die Situation wieder normalisiere. «Die Redaktion hat das Recht, in Ruhe arbeiten zu können», so Tettamanti.

Bild Tito Tettamanti
«Kleiner Gewinn» durch BaZ-Verkauf, aber keine Freude an den Baslern: Tito Tettamanti. reuters / archiv

Harte Worte fand er für die Basler. Eine militante Minderheit habe die Stadt, die sich rühme, weltoffen zu sein, in eine scheinheilige Provinzstadt verwandelt. Intoleranz gegenüber anderen Meinungen sei ein Zeichen von fehlender Intelligenz. Basel sei beschämt und gedemütigt worden. Am Rheinknie herrsche eine «geistige Monokultur». Tettamanti verglich die Situation mit dem Kommunismus nach dem Zweiten Weltkrieg.

Zum «Volksfeind» gestempelt?

Der 80-jährige Tessiner sieht sich nach eigenem Empfinden in Basel zum «Volksfeind» gestempelt. Dass sich der Zorn an seiner Person entlud, kann er verkraften: «Wenn es den Leuten auf der Strasse gefällt, dann bin ich ein Verlierer. Wenn ein Kopf rollen soll, damit wieder ein Vertrauensverhältnis entsteht, dann soll er rollen.»

Im Interesse des Unternehmens habe er sich zum Rückzug entschlossen, sagte Tettamanti weiter. Den Verkauf der BaZ an Crossair-Gründer Moritz Suter bezeichnete er als ideale Lösung.

(sda/coro)

Kommentare aktiv...

G. Bossert, Safenwil
(GaBo Frau)
Verfasst am: 26.11.2010 14:06

DA die konservativst RECHTE wegweisend

werden soll, die LINKE für ALLE Desaster in... mehr

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J. Schweizer, Basel
(JoeCH Mann)
Verfasst am: 25.11.2010 22:14

Da ist wohl einer Wütend

Der Abgang von Tettamanti und seine jetzigen... mehr

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W. Staub

Verfasst am: 25.11.2010 19:13

Leider sind Tettamantis Aeusserungen über

die Basler Verhältnisse ziemlich zutreffend. Man... [1]  mehr

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