Schweiz
Basel begrüsst die Lösung mit Moritz Suter
Allem Anschein nach ist Basel erleichtert, dass sich der Sturm um die «Basler Zeitung» nun gelegt hat. Medienverbände nehmen den Verkauf der «BaZ» mit Erleichterung zur Kenntnis. Nun könne die Redaktion ihrer Arbeit wieder unabhängig nachgehen, sagte etwa Stephanie Vonarburg, Mitglied des comedia-Vorstands.
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Der Basler Wirtschaftsdirektor Christoph Brutschin zeigt sich überrascht, dass es bei der «Basler Zeitung» bereits wieder zu einem Besitzerwechsel gekommen ist. Der SP-Regierungsrat traut aber dem Unternehmer Moritz Suter durchaus zu, dass mit ihm die «BaZ» den «Turnaround» schafft. «Suter hat mehrfach bewiesen, dass er ein guter Unternehmer ist. Der Lackmustest ist und bleibt Produkt. Für die Region ist es wichtig, dass die Zeitung weiterhin unabhängig bleibt.»
Der Basler FDP-Nationalrat und Gewerbedirektor Peter Malama begrüsst das Engagement von Moritz Suter: Dass der neue Besitzer nicht aus der Medienbranche kommt erachtet Malama nicht als Nachteil. Suter habe bewiesen, dass er auch auf schwierigem Terrain ein Unternehmen erfolgreich führen kann.
«Ich freue mich, dass mit ihm nun Klarheit und Transparenz in Bezug auf die Besitzverhältnisse der Basler Zeitung Medien (BZM) einkehren. Ich wünsche mir, dass die Redaktion, die sich in den letzten Tagen engagiert für eine unabhängige Basler Zeitung exponiert hat, wieder zur Ruhe kommt und sich auf ihre Arbeit konzentrieren kann.»
Medienverbände haben hohe Erwartungen
Impressum-Vizepräsident Rolf Zenklusen, der selber als Journalist für die BZM tätig ist, zeigte sich erfreut über den Verkauf. Nun könne die Zeitung wieder zur Ruhe kommen und die Journalisten könnten ihrer Arbeit nachgehen, statt sich mit Protestaktionen zu befassen, sagte er.
Beim Zürcher Medienunternehmen Tamedia, dass in mehreren Bereichen mit der «BaZ» zusammenarbeitet, ist man daran interessiert die Partnerschaft weiterzuführen, sagte Unternehmenssprecher Christoph Zimmer. Ein Eigentümerwechsel sei aber immer ein Anlass, eine Zusammenarbeit von beiden Seiten zu überprüfen.
Tamedia arbeitet in vier Bereichen mit den Baslern zusammen: «Das Magazin», die Wochenendbeilage des Tamedia-Flaggschiffs «Tages-Anzeigers», liegt der «BaZ» bei. Der Onlineverbund «Newsnetz» stellt dem Internetauftritt der «BaZ» redaktionelle Inhalte zur Verfügung.
Bei der «NZZ», die ebenfalls Interesse an der «BaZ» bekundet hatte, will man den Verkauf nicht kommentieren. Wie «NZZ»-Sprecherin Bettina Schibli sagte, würden sich auch Fragen zu einem weiteren Interesse der «NZZ» an der «BaZ» erübrigen. Die Zeitung stehe nun ja nicht mehr zum Verkauf.
(sf/agenturen/blur)
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