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«BaZ» mit Blocher: Schlaglichter im Halbdunkel

Sonntag, 21. November 2010, 5:46 Uhr

Über das Engagement von SVP-Stratege Christoph Blocher bei der Basler Zeitung («BaZ») kommen immer neue Details ans Tageslicht. So ist er laut Berichten in der Sonntagspresse nicht erst seit Kurzem für die «BaZ» tätig und sein Einfluss in der Mediengruppe steigt stetig. Scharfe Kritik an Blocher übt jetzt auch der Basler Regierungspräsident Guy Morin (Grüne).

Der SVP-Vordenker sei, anders als die Besitzer suggerieren wollten, schon länger als bisher bekannt für die «BaZ» tätig. Er war bereits involviert, als Tito Tettamanti und Martin Wagner das Medienunternehmen im letzten Februar kauften, wie die «NZZ am Sonntag» berichtete.

Blochers Firma prüfte «BaZ»-Finanzen

Damals hat Blochers Firma Robinvest die finanzielle Situation der «Basler Zeitung» geprüft, wie Recherchen gezeigt hätten. «Seither steigt Blochers Einfluss in der Mediengruppe kontinuierlich», berichtete die «NZZ am Sonntag» weiter. So erfolge das monatliche Reporting über die finanzielle und personelle Situation der Zeitung spätestens seit letztem Juli an die Robinvest.

Bild Ein Mann an einem Mikro
In Sachen «BaZ» hat Blocher bisher ganz medien-untypisch eher im Halbdunkel geglänzt. reuters/archiv

Zudem führe Blochers Firma Strategieseminare für die «BaZ»-Verantwortlichen durch. Das letzte Seminar sei allerdings abgesagt worden – womöglich weil das Beratungsmandat Blochers für die «Basler Zeitung» öffentlich geworden sei.

Morin: «Keine italienischen Verhältnisse»

Der Basler Regierungspräsident Guy Morin (Grüne) kritisiert das Beratungsmandat von Christoph Blocher bei der «BaZ». «Eine Beratung durch eine Firma, die im Besitz eines früheren Bundesrats und heutigen Vizepräsidenten der SVP ist – das löst Fragezeichen aus», sagte Morin im Interview mit der «NZZ am Sonntag».

Die Entscheide der Besitzer Tito Tettamanti und Martin Wagner in den letzten Wochen und Monaten hätten nicht dazu beigetragen, das Vertrauen in die publizistische Unabhängigkeit der «Basler Zeitung» zu stärken.

«Es darf in Basel keine italienischen Verhältnisse geben,» betonte Morin. Auch aus diesem Grund werde sich die Basler Regierung in den nächsten Wochen mit den Besitzern des Medienhauses treffen, kündigte er an.

«Politische Erfolge aber keine Medien»

Bereits am Dienstag äusserte sich Medienexperte Peter Studer im Interview mit der «Tagesschau» kritisch über das Engagement Blochers bei der «BaZ».

Medienexperte Peter Studer: «Blocher hat grosse politische Erfolge aber keine Medien.» (16.11.2010)

(sf/halp)

Kommentare aktiv...

Q. Provolonius, Ort
(cattivo Mann)
Verfasst am: 22.11.2010 19:34

Doch wie in Italien und nur der Anfang

Herr Blocher soll öffentlich aussagen, dass Herr... mehr

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B. Horn, Basel
(K.B.H. Mann)
Verfasst am: 22.11.2010 12:37

BAZ nach wie vor linkslastig

Mitten in mein Probeabo der BAZ fällt diese... mehr

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N. Wiederkehr, Zürich
(Wiederkehr Mann)
Verfasst am: 22.11.2010 10:09

Das erstaunt wie was Studer sagt

Wenn er das SF Fernsehen verteidigt oder Medien... mehr

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