Schweiz
Bewaffneter in Klinik Hirslanden: Fahndung läuft
Aufregung in der Klinik Hirslanden in Zürich: Ein bewaffneter Mann hat am Montag kurz nach 19 Uhr versucht, in die Geburtsabteilung einzudringen. Er bedrohte die Angestellten mit einer Faustfeuerwaffe. Dank des professionellen Verhaltens des Spitalpersonals konnte der Mann letztlich am Eindringen in die Abteilung gehindert werden. Seither fahndet die Polizei fieberhaft nach ihm.
Der bewaffnete Mann habe von den Spitalangestellten Morphin verlangt, wie die Stadtpolizei Zürich am späten Montagabend mitteilte.
«Das Personal hat sehr gut reagiert»
Der Mann konnte am Eindringen in die Geburtsabteilung gehindert werden. «Das Personal hat sehr gut reagiert und die Türe umgehend verriegelt», sagte Stadtpolizei-Sprecher Marco Cortesi. Daraufhin verschwand der Mann, noch bevor die alarmierte Stadtpolizei mit einem Grossaufgebot angerückt war.
Die Polizei habe die rund 700 Räume des Spitals durchsucht, den Mann aber nicht gefunden, wie Cortesi weiter sagte. Nach intensiver Suche im gesamten Gebäudekomplex konnte Entwarnung gegeben werden. Kurz nach 22 Uhr verliessen die Einsatzkräfte das Spital wieder.
Über die Motive des Täters konnte die Polizei bislang keine Angaben machen. Die Angestellten hätten den Mann nicht eindeutig als Drogensüchtigen identifizieren können, sagte Cortesi auf Anfrage von «tagesschau.sf.tv»
Der Spitalbetrieb war auch während des Einsatzes der Polizei nicht beeinträchtigt. Das Klinikpersonal und die Patientinnen und Patienten werden psychologisch betreut. Die Privatklinik Hirslanden liegt am Rande der Stadt Zürich an der Grenze zu Zollikon.
Fahndung läuft auf Hochtouren
Die Fahndung nach dem Unbekannten lief in der Nacht weiter. Der Mann habe eine schlanke Statur, sei gross und habe eine Basketballmütze getragen, schreibt die Stadtpolizei in ihrer Mitteilung.
Nach der Komplett-Durchsuchung des Spitals will die Stadtpolizei nun noch die Umgebung der Klinik mit Polizeihunden absuchen, sagte Cortesi zu «tagesschau.sf.tv».
«In der Klinik herrscht Sicherheit»
Die Klinik Hirslanden bedauert in einer Stellungnahme, «dass Patienten und Mitarbeitende durch das gewaltsame Eindringen eines Bewaffneten einer ernsten Bedrohung ausgesetzt waren». Die Mitarbeitenden hätten sofort gut und richtig reagiert und seien für solche Fälle auch geschult.
Der Betrieb im Hirslanden laufe normal weiter, die Patienten würden «medizinisch und pflegerisch wie immer rund um die Uhr betreut, und in der Klinik herrscht Sicherheit», wird Daniel Liedtke, Direktor Klinik Hirslanden, in der Mitteilung zitiert.
(sf/sda/halp/from)






