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Bericht: Lokführer schuld an Unglück mit Glacier-Express

Sonntag, 7. November 2010, 10:14 Uhr

Der Untersuchungsbericht zum Unfall mit einem Zug des Glacier Express vom Juli ist fast fertig. Daraus geht hervor, dass der Lokführer alleine schuld ist an dem Unglück. Er hat den Zug 200 Meter vor der Unglücksstelle von 35 auf 56 Stundenkilometer beschleunigt. Gründe dafür gab es laut Bericht offenbar nicht.

Bild Umgekippter Glacier-Express.
Der Unfall des Glacier Express' bewegte Ende Juli die Schweiz. keystone

Walter Kobelt, Leiter der Unfalluntersuchungsstelle (UUS) des Bundes will den vollständigen Bericht noch vor Ende Jahr veröffentlichen. Im Oktober hatten Experten noch letzte Testfahrten absolviert.

Wie der «Sonntagsblick» vorab schreibt, gehe aus dem Bericht hervor, dass der 34-jährige Walliser Lockführer alleine schuld ist an dem Unfall mit einer toten Touristin. Spekulationen über Gleisverformungen, zu dichte Fahrpläne und den enormen Zeitdruck, dem der Lokführer ausgesetzt gewesen sein soll, haben sich demnach nicht bestätigt.

Verspätung hatte keinen Einfluss

Eine Testfahrt zwischen Zermatt und Disentis habe gezeigt, dass der Lokführer nach der kurvigen Alpenstrecke in Disentis mehrere Minuten übrig habe, wenn er in normalem Tempo fahre.

Auch die Verspätung durch das Verladen der Catering-Produkte habe keine Rolle gespielt. Laut Untersuchungsbericht hätte der Lokführer in Disentis noch 30 Minuten auf den nachfolgenden Zug warten müssen.

Die «Tagesschau» berichtete am 23. Juli 2010 über das Unglück im Wallis.

Offen bleibt, wieso der Lokführer seinen Zug kurz vor der Unglücksstelle um über 20 Kilometer pro Stunde beschleunigte. Dies sei völlig gegen die Vorschriften. Der 34-Jährige sagte offenbar zu seinen Chefs, er habe ein Blackout gehabt.

Der Zug des Glacier Express war Ende Juli zwischen Lax und Fiesch im Kanton Wallis entgleist. Nur dank eines Fahrmastes stürzte er nicht von einer Brücke. Bei dem Unfall starb eine 64-jährige Japanerin, 42 Personen wurden verletzt.

(sf/gern)

Kommentare aktiv...

G. Bossert, Safenwil
(GaBo Frau)
Verfasst am: 8.11.2010 15:12

ALSO wenn' s nicht funktioniert,

im übertragenen Sinne mit zu denken, dann ist... mehr

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M. Anderfuhren

Verfasst am: 7.11.2010 19:28

kein Sündenbock

Ich glaube nicht, dass der Lokführer alleine die... [1]  mehr

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G. Bossert, Safenwil
(GaBo Frau)
Verfasst am: 7.11.2010 19:28

OFFENBAR

hat der 34jährige Lokführer seinen Chefs... [1]  mehr

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