International
EU: US-Klimaschutz löst sich in Luft auf
Die EU-Kommission fürchtet wegen des Ausgangs der US-Kongresswahlen einen Rückschlag im weltweiten Kampf gegen die Erderwärmung. «Die USA verschwinden als Partner, um nachhaltig gegen den Klimawandel vorzugehen», sagte der zuständige EU-Generaldirektor Jos Delbeke. In New York forderte die UNO unterdessen rund 100 Mrd. Franken pro Jahr für globale Klimaschutzprogramme.
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US-Präsident Barack Obama hatte nach seiner Wahlschlappe bereits selbst von geringeren Chancen für eine Klimagesetzgebung gesprochen.
«Sehr enttäuscht»
«Wir sind sehr enttäuscht, dass die USA diesen Weg gehen und Gesetzesvorhaben aufgeben», sagte Delbeke. Das Erstarken der Opposition hat die ohnehin nur geringen Hoffnungen auf nachhaltige Vereinbarungen beim Klimagipfel im mexikanischen Cancun ab dem 29. November weiter gedämpft.
100 Mrd. für den Klimaschutz fordert die UNO
Nach Ansicht der UNO können jedes Jahr umgerechnet rund 100 Mrd. Fr. für weltweite Klimaprogramme akquiriert werden. Das Geld solle, beginnend spätestens in zehn Jahren, bei Regierungen wie auch im privaten Bereich eingesammelt werden, sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York. «Das ist ein ehrgeiziges Ziel, aber es ist möglich», sagte er.
Die Summe war vor knapp einem Jahr auf dem gescheiterten Klimagipfel von Kopenhagen in Aussicht gestellt worden, allerdings erst vom Jahr 2020 an. Ban hatte daraufhin eine hochrangige Arbeitsgruppe prüfen lassen, ob das Ziel realistisch sei. Fast ein Drittel des Geldes erhoffen sich die Berater vom Handel mit Verschmutzungsrechten
Obama hatte auf dem Kopenhagener Klimagipfel im Dezember vergangenen Jahres angekündigt, den Ausstoss klimaschädlicher Abgase bis 2020 um 17 Prozent zu reduzieren und damit das Niveau von 2005 zu unterschreiten.
Einführung des Emissionshandels gefordert
Delbeke warb für die Einführung eines Emissionshandels. Er frage sich, wie eine Ausstossreduzierung in den USA ohne dieses in der EU bereits verwendete Instrument überhaupt möglich sein solle. «Das wird internationale Klimaverhandlungen schwieriger machen.»
Beim Emissionshandel werden Unternehmen Verschmutzungsrechte zugewiesen, die zu einem Marktpreis gehandelt werden können.
Sollten sich die USA - anders als die EU - weiter nicht zu Kürzungen des Ausstosses durchringen, könnte es zu Handelsungleichgewichten kommen. Einige europäische Unternehmen fordern bereits Zölle, um unterschiedliche Wettbewerbsbedingungen auszugleichen.
(agenturen/halp)
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W. Wieser, St. Augustine
)
(WalterFlorida
Verfasst am: 6.11.2010 13:49
Und schon hat man wieder einen schuldigen gefunden!g
Naechste Woche wird Praesident Obama nach Indien... [1] mehr
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S. Drago, Delémont
)
(C.aloaP
Verfasst am: 6.11.2010 13:05
Seien wir ehrlich.
Obama hat sich nicht so sehr für Klimaschutz... mehr
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B. Scheidegger, Bern
)
(Sanderston
Verfasst am: 6.11.2010 12:19
Weshalb begreift denn das keiner,
den Amerikanern gehört doch die Welt!
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