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Wikileaks-Mitgründer Assange will politisches Asyl in der Schweiz

Donnerstag, 4. November 2010, 8:55 Uhr, Aktualisiert 23:54 Uhr

Wikileaks-Mitgründer Julian Assange plant, sich in der Schweiz niederzulassen, von hier aus seine Internetplattform zu betreiben und ausserdem um politisches Asyl zu bitten. Zuvor hat der zurzeit in Genf weilende Assange die USA kritisiert, nicht wegen mutmasslicher Folterungen im Irak und in Afghanistan zu ermitteln. Statt dessen werde er und seine Organisation von der US-Regierung bedroht.

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Weiter möchte Assange in der Schweiz auch um politisches Asyl ersuchen, wie er in einem Interview mit dem Westschweizer Fernsehen TSR sagte.

Schweiz, Island oder Kuba

Laut Assange gibt es nur drei Länder, in denen er sicher arbeiten kann. Es handle sich um die Schweiz, um Island und um Kuba. Für Kuba gelte dies aber nur solange, wie Wikileaks nichts über das Land veröffentliche.

«Wir fassen eine Verlegung in die Schweiz ernsthaft ins Auge», sagte Assange, der in Genf vor dem Schweizer Presseclub auftrat.

Dort sagte er: «Wenn die USA glaubhaft die Menschenrechte verteidigen wollen, müssen sie mutmassliche Menschenrechts-Verletzungen untersuchen», so Assange vor rund 100 Journalisten im Schweizer Presseclub.

Assange: USA wollen Wikileaks zerstören

«Statt Ermittlungen aufzunehmen, haben die US-Behörden gegenüber meiner Organisation eine aggressive Haltung eingenommen, indem sie diese öffentlich bedrohen und zu zerstören versuchen.»

«Die USA sind dabei, ihren Ruf als Hüterin der Meinungsfreiheit und der Menschenrechte zu verlieren», sagte Assange weiter.

Julian Assange rechtfertigt sich für die Veröffentlichung der geheimen US-Militärdokumente. (Tagesschau vom 04.11.2010)

Am Freitag legen die USA einen Bericht im UNO-Menschenrechtsrat vor. Am gleichen Tag ist eine nächste Veranstaltung mit Assange, welche von verschiedenen NGOs organisiert wurde, im UNO-Gebäude vorgesehen.

Sicherheit ist prioritär

Assange war einer Einladung des Vereins «Institut international pour la paix, la justice et les droits de l'Homme (IIPJDH)» gefolgt.

Assange (reuters)

Julian Assange: Viel gibt es nicht zu lesen vom «gefährlichsten Mann der Welt». Nie ist sicher, woher der gebürtige Australier herkommt oder wohin er gerade geht. Heute ist es Genf. Hier ein Porträt des rastlosen Julian Assange.

Der laut eigenen Angaben 39-Jährige hatte als Bedingung für seinen Besuch in Genf spezielle Sicherheitsmassnahmen verlangt. Der Wikileaks-Mitgründer wird von zwei Bodyguards begleitet. Zudem wird die Polizei für internationale Sicherheit das UNO-Gebäude bewachen. In welchem Hotel Assange einchecken wird, bleibt geheim.

Wikileads hatte vor sechs Monaten 90'000 US-Dokumente zum Krieg in Afghanistan publiziert und vor zwei Wochen gegen 500'000 geheime Soldatenberichte zum Krieg im Irak. Die Website enthüllte dabei, dass es zu Folterungen und Tötungen von Zivilisten gekommen war.

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Kriegsberichterstattung per Internet - Segen oder Fluch?

«In Kriegsgebieten funktionieren bewährte Kommunikationsinstanzen nicht mehr». Das sagt Guido Keel, Dozent an der Zürcher Hochschule für Angewandte Medienwissenschaften. Lesen Sie hier mehr dazu:

(sf/sda/godc)

Kommentare aktiv...

S. Meier, Zürich
(Sahara Frau)
Verfasst am: 6.11.2010 14:01

Julian Assange

Der Mann hat politisches Asyl in der Schweiz... mehr

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D. Wohret, saas almagell
(d.wohret Mann)
Verfasst am: 5.11.2010 10:26

Assange nennt als Motivation

den Kampf für Gerechtigkeit, und dies ist ein... mehr

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S. Borel, Ch
(s.borel Mann)
Verfasst am: 4.11.2010 20:42

oops!

Bin ich hier richtig... meine 2 vor-Kommentierer... [1]  mehr

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