International
Frau des Nobelpreisträgers durch Polizei abgeschirmt
Die Ehefrau des chinesischen Nobelpreisträgers Liu Xiaobo hat sich in einem Telefongespräch überglücklich über die Auszeichnung für ihren Mann gezeigt. Das Medieninteresse an Liu Xia ist gross. Die Polizei versucht jeden Kontakt zu verhindern und hat ihr Haus umstellt.
Artikel bewerten
Artikel teilen
«Ich bin so aufgeregt, ich weiss gar nicht, was ich sagen soll», sagte Liu Xia am Telefon. «Ich denke, dass mein Mann überrascht und erfreut sein wird, wenn er davon erfährt.» Er werde sich aber sicher auch unbehaglich fühlen, fügte sie hinzu. Diese Auszeichnung bringe nicht nur Ehre, sondern auch Verantwortung mit sich.
«Ich kann nicht sagen, was dies für die Zukunft Chinas bedeuten wird, aber für Menschen wie Liu Xiaobo, die ohne Unterbruch hart auf eine Demokratisierung hingearbeitet haben, ist der Nobelpreis ein Zeichen der Unterstützung.»
Dank an Dalai Lama
Sie dankte den Unterstützern ihres Mannes und erwähnte dabei unter anderen explizit den Dalai Lama, der 1989 den Friedensnobelpreis erhalten hatte. Er hatte sich im Vorfeld gemeinsam mit dem ehemaligen tschechischen Präsidenten Vaclav Havel für die Preisverleihung an Liu Xiaobo ausgesprochen.
Nach der Bekanntgabe verwehrten Polizeikräfte rund hundert Journalisten den Zugang zu dem Wohnungskomplex in Peking, in dem Liu Xia lebt, wie Augenzeugen vor Ort berichteten. Zudem hätten sich auch Dutzende prodemokratische Unterstützer vor dem Haus versammelt hätten, um ihre Sympathie für den Friedensnobelpreisträger zu bekunden.
Liu Xia darf ihren Mann besuchen
Der Chef des Nobelkomitees, Thorbjørn Jagland, sagte, auch den Juroren sei kein Kontakt zum Preisträger oder seiner Frau möglich gewesen: «Wir haben die chinesischen Behörden gebeten, den Bescheid über den Preis weiterzugeben», berichtete Jagland im TV-Sender NRK.
Telefonisch erklärte Liu Xia, dass ihr die Polizei mitgeteilt habe, dass sie in die Provinz Liaoning reisen könne, um am Samstag ihrem dort inhaftierten Mann von der Ehrung zu berichten. Zugleich verlangte sie von der chinesischen Regierung die Freilassung ihres Mannes.
(sda/hues)
Meldungen im Tagesverlauf
- Mindestens 10 Tote nach Erdbeben in Italien
- Griechenland gibt EURO-Kader bekannt
- Dänemark-Keeper Sörensen verpasst EURO
- 500'000 Chilenen üben den Ernstfall
- Bundesgericht entscheidet: Kein Zeitaufschub für AKW Mühleberg
- Bundespräsident Gauck pocht in Israel auf Zwei-Staaten-Lösung
- Max Loong versucht sich an der Stange
- Kauflust in der Schweiz zieht weiter an
- Transfers und Gerüchte: Abraham möchte zum HSV
- Bircher und Hildenbrand zurückgetreten
- Wenig Überschuss für AHV, rote Null für IV
- Promis geben in Monaco Vollgas
- Wegpauschale nicht immer zulässig
- Zwei Schweizer bei Flugzeugunglück in Norddeutschland getötet
- Milliarden-Spritze für griechische Banken
- «Oranje» und Co. noch nicht in EURO-Form


Mindestens 9 Tote nach Erdbeben in Italien
Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
500'000 Chilenen üben den Ernstfall
Bundesgericht entscheidet: Kein Zeitaufschub für AKW Mühleberg
Bundespräsident Gauck pocht in Israel auf Zwei-Staaten-Lösung
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Afghanistan: Gasangriffe sollen Mädchen vom Schulbesuch abhalten
Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert



















A. Beobachter, Rheinland
)
(homo-politicus
Verfasst am: 8.10.2010 18:03
Dankschreiben
Ich habe per email den chinesischen Botschaften... mehr
Zustimmen — 48 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten