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International

Frau des Nobelpreisträgers durch Polizei abgeschirmt

Freitag, 8. Oktober 2010, 14:52 Uhr, Aktualisiert 15:51 Uhr

Die Ehefrau des chinesischen Nobelpreisträgers Liu Xiaobo hat sich in einem Telefongespräch überglücklich über die Auszeichnung für ihren Mann gezeigt. Das Medieninteresse an Liu Xia ist gross. Die Polizei versucht jeden Kontakt zu verhindern und hat ihr Haus umstellt.

«Ich bin so aufgeregt, ich weiss gar nicht, was ich sagen soll», sagte Liu Xia am Telefon. «Ich denke, dass mein Mann überrascht und erfreut sein wird, wenn er davon erfährt.» Er werde sich aber sicher auch unbehaglich fühlen, fügte sie hinzu. Diese Auszeichnung bringe nicht nur Ehre, sondern auch Verantwortung mit sich.

Bild Porträt von Liu Xia.
Gefangen in der eigenen Wohnung: Liu Xia wird seit der Bekanntgabe abgeschirmt. sf

«Ich kann nicht sagen, was dies für die Zukunft Chinas bedeuten wird, aber für Menschen wie Liu Xiaobo, die ohne Unterbruch hart auf eine Demokratisierung hingearbeitet haben, ist der Nobelpreis ein Zeichen der Unterstützung.»

Dank an Dalai Lama

Sie dankte den Unterstützern ihres Mannes und erwähnte dabei unter anderen explizit den Dalai Lama, der 1989 den Friedensnobelpreis erhalten hatte. Er hatte sich im Vorfeld gemeinsam mit dem ehemaligen tschechischen Präsidenten Vaclav Havel für die Preisverleihung an Liu Xiaobo ausgesprochen.

Nach der Bekanntgabe verwehrten Polizeikräfte rund hundert Journalisten den Zugang zu dem Wohnungskomplex in Peking, in dem Liu Xia lebt, wie Augenzeugen vor Ort berichteten. Zudem hätten sich auch Dutzende prodemokratische Unterstützer vor dem Haus versammelt hätten, um ihre Sympathie für den Friedensnobelpreisträger zu bekunden.

Polizeipräsenz vor Liu Xias Wohnblock: Journalisten sind unerwünscht. (unkommentiert)

Liu Xia darf ihren Mann besuchen

Der Chef des Nobelkomitees, Thorbjørn Jagland, sagte, auch den Juroren sei kein Kontakt zum Preisträger oder seiner Frau möglich gewesen: «Wir haben die chinesischen Behörden gebeten, den Bescheid über den Preis weiterzugeben», berichtete Jagland im TV-Sender NRK.

Telefonisch erklärte Liu Xia, dass ihr die Polizei mitgeteilt habe, dass sie in die Provinz Liaoning reisen könne, um am Samstag ihrem dort inhaftierten Mann von der Ehrung zu berichten. Zugleich verlangte sie von der chinesischen Regierung die Freilassung ihres Mannes.

(sda/hues)

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A. Beobachter, Rheinland
(homo-politicus Mann)
Verfasst am: 8.10.2010 18:03

Dankschreiben

Ich habe per email den chinesischen Botschaften... mehr

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