International
Chemie-Unfall Ungarn: Notstand ausgerufen - 4 Tote
Bei einem Unfall in einer ungarischen Aluminiumfabrik sind mindestens vier Menschen getötet und 120 weitere Personen verletzt worden. Fünf Menschen werden noch vermisst. Die Flüssigkeit hat 40 Quadratkilometer geflutet.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Einheiten der Armee für chemische Aufklärung sind laut Behörden vor Ort im Einsatz. Rund 700'000 Kubikmeter Schlamm mit stark ätzender Wirkung hätten sich über Felder und Ortschaften ergossen, berichten Medien.
Ein Becken der Fabrik im Westen des Landes war zerborsten, und eine eklige rote Brühe ergoss sich über sieben umliegende Ortschaften, wie es in ersten Berichten hiess.
Die giftige Brühe soll nun mit Gips gestoppt werden. «Wir haben viele Tonnen Gips in den Fluss Marcal geschüttet und hoffen so, den giftigen Strom einzudämmen», sagte eine Sprecherin des nationalen Katastrophenschutzes. Die Toxizität des Schlamms nehme mit jedem Kilometer ab.
Verätzungen der Haut
In dem Ort Devecser wurden rund 400 Häuser überschwemmt. In Kolontar erreichte die Brühe eine Höhe von zwei Metern. Die Bewohner flohen auf ihre Hausdächer. Hunderte Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Der Bahnverkehr in der Region sei zum Erliegen gekommen, Strassen wurden gesperrt. Die Polizei nahm Ermittlungen zur Ursache für den Unfall auf.
Nach Angaben der Behörde für Katastrophen könne das Einatmen des getrockneten Staubes Lungenkrebs verursachen. Die Giftbrühe sei auch leicht radioaktiv. Es bestehe aber keine Verstrahlungsgefahr. Den von der Brühe verschmutzten Menschen wurde geraten, sich mit viel Wasser abzuwaschen.
Die Verletzten erlitten vor allem Verätzungen. Die rote Giftbrühe verursacht chemische Verbrennungen, die zu Schäden des tiefer sitzenden Hautgewebes führen können.
Chemie-Trupps der Armee im Einsatz
Rettungskräfte befinden sich in der von der Katastrophe betroffenen Region im Einsatz. Zu ihnen gehören auch drei Gruppen von der chemischen Aufklärung der ungarischen Armee. Später sollte noch ein Chemie-Bataillon mit 40 Soldaten eintreffen.
(dapd/sf/sda/halp/fasc/muei)
Meldungen im Tagesverlauf
- Mindestens 9 Tote nach Erdbeben in Italien
- Griechenland gibt EURO-Kader bekannt
- Dänemark-Keeper Sörensen verpasst EURO
- 500'000 Chilenen üben den Ernstfall
- Bundesgericht entscheidet: Kein Zeitaufschub für AKW Mühleberg
- Bundespräsident Gauck pocht in Israel auf Zwei-Staaten-Lösung
- Max Loong versucht sich an der Stange
- Kauflust in der Schweiz zieht weiter an
- Transfers und Gerüchte: Abraham möchte zum HSV
- Bircher und Hildenbrand zurückgetreten
- Wenig Überschuss für AHV, rote Null für IV
- Promis geben in Monaco Vollgas
- Wegpauschale nicht immer zulässig
- Milliarden-Spritze für griechische Banken
- Zwei Schweizer bei Flugzeugunglück in Norddeutschland getötet
- «Oranje» und Co. noch nicht in EURO-Form


Mindestens 9 Tote nach Erdbeben in Italien
Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
500'000 Chilenen üben den Ernstfall
Bundesgericht entscheidet: Kein Zeitaufschub für AKW Mühleberg
Bundespräsident Gauck pocht in Israel auf Zwei-Staaten-Lösung
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Afghanistan: Gasangriffe sollen Mädchen vom Schulbesuch abhalten
Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert



















A. Bauert, Bern
)
(A.Bauert
Verfasst am: 5.10.2010 21:01
Armee oder Bauunternehmen?
Würden für solche Einsätze nicht Profis besser... mehr
Zustimmen — 3 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 10 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
H. Maurer, Rickenbach
)
(henry007
Verfasst am: 5.10.2010 18:02
Rotschlamm
Offenbar handelt es sich dabei um Rotschlamm.... mehr
Zustimmen — 14 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
A. Bauert, Bern
)
(A.Bauert
Verfasst am: 5.10.2010 16:22
Komische Zahlen - die stimmen nicht!
700'000 m3, die auf 40'000'000 m2 (40 km2)... [1] mehr
Zustimmen — 26 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 6 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten