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Chemie-Unfall Ungarn: Notstand ausgerufen - 4 Tote

Montag, 4. Oktober 2010, 23:56 Uhr, Aktualisiert 05.10.2010, 18:30 Uhr

Bei einem Unfall in einer ungarischen Aluminiumfabrik sind mindestens vier Menschen getötet und 120 weitere Personen verletzt worden. Fünf Menschen werden noch vermisst. Die Flüssigkeit hat 40 Quadratkilometer geflutet.

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Ungarn: Grösste Chemie-Katastrophe

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Einheiten der Armee für chemische Aufklärung sind laut Behörden vor Ort im Einsatz. Rund 700'000 Kubikmeter Schlamm mit stark ätzender Wirkung hätten sich über Felder und Ortschaften ergossen, berichten Medien.

Bild Männer in Schutzanzügen
Spezialkräfte der ungarischen Armee sind vor Ort im Einsatz. keystone

Ein Becken der Fabrik im Westen des Landes war zerborsten, und eine eklige rote Brühe ergoss sich über sieben umliegende Ortschaften, wie es in ersten Berichten hiess.

Die giftige Brühe soll nun mit Gips gestoppt werden. «Wir haben viele Tonnen Gips in den Fluss Marcal geschüttet und hoffen so, den giftigen Strom einzudämmen», sagte eine Sprecherin des nationalen Katastrophenschutzes. Die Toxizität des Schlamms nehme mit jedem Kilometer ab.

Bild Menschen auf einem Bagger umgeben von einer roten Flüssigkeit
Eine eklige rote Brühe überflutete nach dem Unglück zahlreiche Ortschaften. keystone

Verätzungen der Haut

In dem Ort Devecser wurden rund 400 Häuser überschwemmt. In Kolontar erreichte die Brühe eine Höhe von zwei Metern. Die Bewohner flohen auf ihre Hausdächer. Hunderte Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Der Bahnverkehr in der Region sei zum Erliegen gekommen, Strassen wurden gesperrt. Die Polizei nahm Ermittlungen zur Ursache für den Unfall auf.

Nach Angaben der Behörde für Katastrophen könne das Einatmen des getrockneten Staubes Lungenkrebs verursachen. Die Giftbrühe sei auch leicht radioaktiv. Es bestehe aber keine Verstrahlungsgefahr. Den von der Brühe verschmutzten Menschen wurde geraten, sich mit viel Wasser abzuwaschen.

Die Verletzten erlitten vor allem Verätzungen. Die rote Giftbrühe verursacht chemische Verbrennungen, die zu Schäden des tiefer sitzenden Hautgewebes führen können.

Chemie-Trupps der Armee im Einsatz

Rettungskräfte befinden sich in der von der Katastrophe betroffenen Region im Einsatz. Zu ihnen gehören auch drei Gruppen von der chemischen Aufklärung der ungarischen Armee. Später sollte noch ein Chemie-Bataillon mit 40 Soldaten eintreffen.

(dapd/sf/sda/halp/fasc/muei)

Kommentare aktiv...

A. Bauert, Bern
(A.Bauert Mann)
Verfasst am: 5.10.2010 21:01

Armee oder Bauunternehmen?

Würden für solche Einsätze nicht Profis besser... mehr

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H. Maurer, Rickenbach
(henry007 Mann)
Verfasst am: 5.10.2010 18:02

Rotschlamm

Offenbar handelt es sich dabei um Rotschlamm.... mehr

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A. Bauert, Bern
(A.Bauert Mann)
Verfasst am: 5.10.2010 16:22

Komische Zahlen - die stimmen nicht!

700'000 m3, die auf 40'000'000 m2 (40 km2)... [1]  mehr

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