Inhalt

International

Neu Delhi: Chaos vor internationalem Gross-Sportanlass

Freitag, 24. September 2010, 10:29 Uhr

Kurz vor den Commonwealth-Spielen sind grosse Teile der indischen Hauptstadt Neu Delhi überschwemmt worden. Nach zwei Tagen heftiger Regenfälle stieg der Wasserstand des Flusses Yamuna zwei Meter über die Gefahrenmarke hinaus. Zahlreiche Sportler haben ihre Teilnahme an den Spielen bereits abgesagt.

Videoplayer
Grosse Teile von Indiens Hauptstadt sind überflutet (unkommentiert)

Artikel bewerten

  • Durchschnittliche Bewertung: 5
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Artikel teilen

Die Überschwemmung ist jedoch nicht der einzige Grund, weshalb immer mehr Sportler ihre Teilnahme zurückziehen. Aus Furcht vor Terror, Baumängeln und Epidemien wie dem derzeit in Neu-Delhi grassierenden Denguefieber haben bereits zuvor mehrere Spitzenathleten abgesagt. Als prominentester Star fehlt der dreifache Sprint-Olympiasieger und -Weltmeister Usain Bolt aus Jamaika.

Die Commonwealth-Spiele

Die Commonwealth Games sind ein internationaler Wettkampf, hervorgegangen aus den «British Empire Games», als Grossbritannien noch eine Weltmacht war und auf sportliche Weise den Zusammenhalt der Kolonien stärken wollte. Im November 2003 erhielt Neu-Delhi den Zuschlag für 2010 und versprach die «besten Spiele der Geschichte».

Am Sonntag hatten Terroristen von einem Motorrad aus auf einen Reisebus gefeuert, direkt vor der Jama-Masjid, einer Moschee im Zentrum der Altstadt von Delhi. Zwei Touristen aus Taiwan mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Islamisten bekannten sich später zu der Tat.

Decke im Stadion eingebrochen

Am Dienstag war eine neue Fussgängerbrücke zum Jawaharlal-Nehru-Stadion eingestürzt, wo am 3. Oktober die Spiele eröffnet werden sollen. 23 Bauarbeiter wurden verletzt. Einen Tag später brach im Stadion selbst eine Decke ein, 27 Menschen mussten behandelt werden.

Mit den Commonwealth-Staaten wollte sich Indien als professioneller Ausrichter eines internationalen Grossereignisses präsentieren. Rund 7000 Sportler und Funktionäre aus den sogenannten Commonwealth-Staaten wurden erwartet. 17 Sportarten stehen auf dem Programm.

(sf/bers)

Kommentare aktiv...
Dieser Artikel wurde archiviert. Die Kommentarmöglichkeit wurde deshalb deaktiviert. Vielen Dank für Ihr Interesse.