International
Durchbruch: Sechs Meeres-Schutzgebiete im Atlantik beschlossen
Sechs Gebiete des Nordostatlantik werden zu Meeresschutzgebieten erklärt und damit unter anderem für Fischerei mit Bodenschleppnetzen gesperrt. Darauf einigten sich in Bergen (NO) die 15 Vertragsstaaten (plus EU) der Ospar-Zusammenarbeit zum Schutz des Nordostatlantiks. Die Übereinkunft wird selbst von Umweltschutz-Organisationen begrüsst – wenn auch mit Einschränkungen.
Die Ospar-Kommission selber bezeichnet die Verhandlungen als «Durchbruch». Sie seien wegweisend für das Weltgipfeltreffen 2012, bei dem nachhaltige Entwicklungen und die Biodiversität im Mittelpunkt stehen.
Sieben Mal die Schweiz
Die Umweltorganisation WWF begrüsste den Schritt als «Meilenstein bei der Einrichtung von Schutzgebieten auf Hoher See». Geschützt sind im Nordostatlantik sechs Gebiete mit einer Gesamtgrösse von 290'000 Quadratkilometern, darunter auch eine unterseeische Bergkette. Die Fläche entspricht rund sieben Mal der Grösse der Schweiz.
Die bisherige Schutzfläche wird damit verdreifacht.
Für WWF-Meeresschutzexperte Stephan Lutter erhalten «Wale, Haie und Knochenfische endlich den nötigen Schutz. Sie finden an den Seebergen reichlich Nahrung und gute Bedingungen zur Fortpflanzung».
Getrübte Freude wegen Tiefseebohrungen
Enttäuscht äusserten sich Umweltschützer dagegen über das Ausbleiben eines von Deutschland im Sommer vorgeschlagenen Moratoriums für Tiefseebohrungen im Nordostatlantik. Der Vorschlag war eine Konsequenz aus der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko.
Kein Verbot von Tiefseebohrungen
Nach der Ablehnung eines Vorschlags zum Stopp von Tiefseebohrungen haben sich die europäischen Öl-Förderländer in Bergen auf eine Überprüfung ihrer Sicherheitsvorschriften geeinigt. Der erzielte Kompromiss sieht vor, dass jedes Land selbst entscheidet, welche Maßnahmen es zur Erhöhung der Sicherheit auf Ölbohr- und Förderplattformen erlässt, damit eine Umweltkatastrophe wie im Golf von Mexiko vermieden wird. Am Ospar-Treffen wurde den 15 Teilnehmerstaaten außerdem empfohlen, bereits erteilte Genehmigungen für Bohrungen unter "extremen Bedingungen" zu überprüfen. Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace zeigten sich unzufrieden.
Kein Verbot von Tiefseebohrungen
Nach der Ablehnung eines Vorschlags zum Stopp von Tiefseebohrungen haben sich die europäischen Öl-Förderländer in Bergen auf eine Überprüfung ihrer Sicherheitsvorschriften geeinigt. Der erzielte Kompromiss sieht vor, dass jedes Land selbst entscheidet, welche Maßnahmen es zur Erhöhung der Sicherheit auf Ölbohr- und Förderplattformen erlässt, damit eine Umweltkatastrophe wie im Golf von Mexiko vermieden wird. Am Ospar-Treffen wurde den 15 Teilnehmerstaaten außerdem empfohlen, bereits erteilte Genehmigungen für Bohrungen unter "extremen Bedingungen" zu überprüfen. Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace zeigten sich unzufrieden.
Nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace wurde er auf Druck der unmittelbar an solchen Bohrungen interessierten Länder Dänemark, Grossbritannien und Norwegen aus dem Entwurf des Schlussdokuments gestrichen.
Laut Greenpeace-Sprecher Stefan Krug waren die Staaten «hier weder Willens noch in der Lage, angemessen auf die grösste Ölkatastrophe der Geschichte zu reagieren. Die Gier nach Öl und Profit hat den Meeresschutz ausgehebelt».
Von Grönland bis Gibraltar
Als Nordostatlantik wird das Meer zwischen der Nordspitze Grönlands und der spanischen Südspitze bei Gibraltar bezeichnet. Die Schweiz ist Mitglied der OSPAR, weil der Rhein in den Nordostatlantik mündet.
Stichwort «OSPAR»
OSPAR ist die Abkürzung für das Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt des Nordost-Atlantiks. Es ist nach den beiden Vorläufern benannt, der Oslo-Konvention (OSCOM) von 1972 und Paris-Konvention (PARCOM) von 1974. Sitz des Sekretariats ist London. Die Kommission hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die Schadstoffbelastung im Meer zu senken. Das Ospar-Übereinkommen von 1992 sieht Maßnahmen zur Vorbeugung und Beseitigung der Meeresverschmutzung und zum Schutz der Meeresumwelt gegen schädliche Auswirkungen menschlicher Tätigkeiten im Nordostatlantik vor.
Vertragsparteien sind Belgien, Deutschland, Dänemark, Finnland, Frankreich, Grossbritannien, Irland, Island, Luxemburg, Norwegen, Niederlande, Portugal, Spanien, Schweden, Schweiz sowie die Europäische Union.
Finnland, Luxemburg und die Schweiz haben über die Ostsee, die Mosel beziehungsweise den Rhein nur indirekt Kontakt mit den betreffenden Gewässern.
Die Ospar ist zuständig für alles, was in die Nordsee oder den Nordatlantik eingeleitet, versenkt oder auf andere Weise eingebracht wird. Dazu gehört auch die Aufstellung von Windenergieanlagen oder Bohrinseln. (Quelle: wikipedia/eu)
Stichwort «OSPAR»
OSPAR ist die Abkürzung für das Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt des Nordost-Atlantiks. Es ist nach den beiden Vorläufern benannt, der Oslo-Konvention (OSCOM) von 1972 und Paris-Konvention (PARCOM) von 1974. Sitz des Sekretariats ist London. Die Kommission hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die Schadstoffbelastung im Meer zu senken. Das Ospar-Übereinkommen von 1992 sieht Maßnahmen zur Vorbeugung und Beseitigung der Meeresverschmutzung und zum Schutz der Meeresumwelt gegen schädliche Auswirkungen menschlicher Tätigkeiten im Nordostatlantik vor.
Vertragsparteien sind Belgien, Deutschland, Dänemark, Finnland, Frankreich, Grossbritannien, Irland, Island, Luxemburg, Norwegen, Niederlande, Portugal, Spanien, Schweden, Schweiz sowie die Europäische Union.
Finnland, Luxemburg und die Schweiz haben über die Ostsee, die Mosel beziehungsweise den Rhein nur indirekt Kontakt mit den betreffenden Gewässern.
Die Ospar ist zuständig für alles, was in die Nordsee oder den Nordatlantik eingeleitet, versenkt oder auf andere Weise eingebracht wird. Dazu gehört auch die Aufstellung von Windenergieanlagen oder Bohrinseln. (Quelle: wikipedia/eu)
(agenturen/vaid)
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P. D., Esslingen am Neckar
)
(Peterle
Verfasst am: 26.9.2010 10:51
Meeres-Schutzgebiete im Atlantik beschlossen
Und wer hält sich nicht daran?
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