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Bundesratswahl 2010

Medien weltweit feiern «Schweizer Frauen-Dominanz»

Donnerstag, 23. September 2010, 16:24 Uhr

Ein «Sieg der Frauen», «Die Frauen dominieren die Schweizer Regierung», «die internationale Spitze der Gleichstellung von Mann und Frau in der Politik». Die Wahl von Simonetta Sommaruga zur vierten Frau im Bundesrat wird in den Medien weltweit als historischer Schritt bezeichnet.

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«Die Schweizer Frauen übernehmen die Macht», titeln «Spiegel Online», der französische «Figaro online» oder die russische Agentur «Ria Novosti». «Eines der letzten Länder Westeuropas, das die Frauen wählen liess, ist nun eines der wenigen, das eine Frauenmehrheit in der Regierung hat», schreibt die «New York Times» auf ihrer Webseite.

«Schweiz neu Spitze der Gleichstellung»

Auch «Le Monde» aus Paris verweist auf den langen Kampf der Schweizer Frauen um ihre politischen Rechte. Die Wahl sei von «besonderer symbolischer Bedeutung» in einem Land, in dem die Frauen das Wahlrecht auf Bundesebene erst 1971 erhielten und erst 1984 die erste Bundesrätin stellten. Die italienische RAI spricht von einem «sehr starken Signal» und einer «historischen Mehrheit».

Die Wahl Sommarugas bringe die Schweiz an «die Spitze der Gleichstellung von Mann und Frau in der Politik», urteilt der britische «Guardian» auf seiner Webseite. Sie stehe nun in einer Reihe mit Finnland, Spanien und Norwegen, die allesamt eine starke Vertretung von Frauen in hohen Regierungsstellen aufwiesen.

Bild «Swiss women outnumber men in government».
«Zahlenmässige Überlegenheit der Frauen», so der «Guardian». sf

Unternehmen wie die «katholische Kirche»

Allerdings lasse sich aus dem hohen Frauenanteil im Bundesrat nicht auf die Situation in der Schweizer Geschäftswelt schliessen. Dort hätten es erst wenige Frauen in die Führungsetage geschafft. Die deutsche Wochenzeitung «Die Zeit» warnt gar vor einem historischen Konflikt. Die Frauen hätten sich in der Schweiz die politische Macht erkämpft, «doch im Management bleiben sie aussen vor».

«Ähnlich der katholischen Kirche scheinen auch die grossen Unternehmen der Schweiz inzwischen entschlossen, den Status Quo zu bewahren und Gender-Modetrends ungerührt auszusitzen», so «Die Zeit». Auch die Spitzenämter der Bundesverwaltung seien weitgehend «Männerclubs» geblieben.

(sda/fasc)

Kommentare aktiv...

T. mueller, zürich
(chp00112 Mann)
Verfasst am: 23.9.2010 17:33

feiern?????

viele internationalen medien kommentieren die... [1]  mehr

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