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Bundesratswahl 2010

«Zwei Bundesräte für den Konsens»

Mittwoch, 22. September 2010, 16:08 Uhr

Nach der Spekulation ist vor der Analyse. Hanspeter Trütsch, Redaktor SF Bundeshaus, sieht sowohl in Sommaruga wie auch in Schneider-Ammann Persönlichkeiten, die über Parteigrenzen hinweg Brücken bauen. Dies könnte eine grosse Chance sein für das Bundesratsgremium.

Simonetta Sommaruga ist eine «gemässigte Linke», eine Bundesrätin, die dem bürgerlichen Lager näher steht. Sie vertritt die These, dass ein starkes Land einen starken Markt braucht. Mit dieser Meinung ist sie bürgerlich innerhalb der SP, so Trütsch in der «Tagesschau».

Sommaruga hat die Fähigkeit, Brücken zu bauen innerhalb des Gremiums. Auch wenn sie von einigen als eher kühl wahrgenommen werde, habe sie einen «weiblichen Charme», der im Bundesrat zu Konsens führen werde.

Sommaruga als gemässigte Linke

Schneider-Ammann im Konsens mit Gewerkschaften

Johann Schneider-Ammann ist bestens vernetzt. Er ist seit elf Jahren im Nationalrat. Dies sei der Vorteil gewesen gegenüber Karin Keller-Sutter, die zwar national bekannt ist, nicht aber dank eines Sitzes in Bern. Zudem habe Schneider-Ammann wohl auch Stimmen aus dem Lager der SP bekommen, weil er wie Sommaruga als Brückenbauer gilt.

Würde Schneider-Ammann als Vertreter der EconomieSuisse im Bundesrat antreten, würde man ihn ins Leere laufen lassen. Auch als FDP-Politiker sei die Aufgabe eines Bundesrats, sich nicht nur mit Wirtschaftsthemen auseinanderzusetzen. Schneider-Ammann hat schon früher den Konsens mit den Gewerkschaften gesucht, dies könnte ihn auch auszeichnen als Bundesrat.

Schneider-Ammann ist bestens vernetzt

Frauenmehrheit nicht länger als ein Jahr

Zwei neue Bundesräte machen noch keinen neuen Bundesrat. Auch wenn es innerhalb des Gremiums Auseinandersetzungen geben dürfe und müsse, Sommaruga und Schneider-Ammann hätten bewiesen, dass sie den Konsens suchen. Lösungsorientiertes Arbeiten, dies sei die grosse Chance im Bundesrat. Die Frage der Departements-Aufteilung ist noch nicht beantwortet. Nach jetzigem Stand würden die bisherigen Bundesräte ihre Departemente wohl behalten, so Trütsch.

Die Frauenmehrheit hingegen hat laut Hanspeter Trütsch kaum eine Zukunft über 2011 hinaus. Micheline Calmy-Rey werde wahrscheinlich Ende des kommenden Jahres zurücktreten, und dann wohl durch einen Westschweizer Mann ersetzt werden, so der Plan der SP. Dazu kommt, dass Eveline Widmer-Schlumpfs Stuhl wackelt.

Mögliche Veränderungen im Gremium

(sf/fasc)

Kommentare aktiv...

K. Anselm-Gilbert

Verfasst am: 23.9.2010 9:44

Verantwortung, Vernunft - Vertrauen

FDP und SP haben Kandidaten gestellt die... mehr

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N. Wiederkehr, Zürich
(Wiederkehr Mann)
Verfasst am: 23.9.2010 8:06

Frage an Schneider-Ammann stehen sie zur Souvernität?

Für mich ist die Schweiz weiterhin und dauerhaft... mehr

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E. Cook, Zürich
(mdj.cook Mann)
Verfasst am: 22.9.2010 22:10

Ich gratuliere den 2 neuen Bundesräten...

zu ihrer heutigen Wahl!

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