Bundesratswahl 2010
«Die Nacht der langen Messer» ist vorbei - Bundesrats-Rennen vor Startschuss
Die Spannung um die zwei neu zu bestimmenden Bundesratssitze steigt. Präferenzen für einzelne Kandidaten wollten die Parteien nicht Preis geben. Die Fraktionen scheinen den Anspruch der SP und der FDP auf die beiden Bundesratssitze zu akzeptieren. Doch die legendäre «Nacht der langen Messer» hat schon oft für Überraschungen gesorgt.
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Bundesratswahlen live
Die Bundesratswahlen werden ab 7.30 Uhr auf SF 1 und auf «tagesschau.sf.tv» per Livestream übertragen. Zusätzlich berichtet «tagesschau.sf.tv» fortlaufend per Liveticker über die neuesten Ereignisse rund um die Wahlen.
Die Nacht dauerte lange in Bern. Lobbyisten und Taktierer versuchten noch ein letztes Mal Stimmung für ihren Kandidaten oder Kandidatin zu machen. «Erste Gespräche zeigen: Es gibt eine leichte Tendenz zu Jacqueline Fehr von der SP und Johann Schneider-Amman von der FDP», wie Bundeshaus-Redaktor Michael Steiner in «10vor10» sagte.
Auch wenn offizielle Kandidaten der SP und FDP favorisiert sind - die Chancen der Grünen und der SVP sind noch nicht verschwunden. Verschiedene taktische Varianten würden auch auch eine Wahl von SVP-Kandidat Jean-François Rime mit Stimmen der SP und der Grünen möglich machen. Die Parteipräsidenten hielten sich in «10vor10» mit konkreten Aussagen aber zurück.
Die grosse Frage bleibt: Was macht die CVP? Sie gilt als «Zünglein an der Waage» - vor allem für die Kandidatur des Sprengkandidaten der SVP.
CVP spielte Wahlen durch
Gemäss Fraktionschef Urs Schwaller (FR) stand am Nachmittag bei der Fraktionssitzung Jean-François Rime für den Sitz von Bundesrat Moritz Leuenberger und Hans-Rudolf Merz zur Diskussion. Man habe die Bundesratswahlen bereits heute in der Fraktion durchgespielt.
Eine klare Mehrheit für die beiden SP-Kandidatinnen hätte sich bei Leuenbergers Sitz ergeben – ohne klare Präferenzen für Jaqueline Fehr (ZH) oder Simonetta Sommaruga (BE).
Für den Sitz von Hans-Rudolf Merz seien alle vier offiziellen Kandidaten berücksichtigt worden. Nach der Kandidatin der Grünen, Brigit Wyss, sei der SVP-Kandidat vor dem letzten Wahlgang heraus gefallen. Klare Mehrheiten kamen laut Schwaller für die beiden FDP-Kandidaten zustande, jedoch auch hier ohne Präferenzen für einen Namen. Stimmen gab es aber auch für Rime.
Die Fraktion hatte zuvor die beiden SP-Kandidatinnen sowie die beiden FDP-Bewerber Johann Schneider-Ammann (BE) und Karin Keller-Sutter (SG) angehört. Rime und Wyss waren von der Fraktion bereits letzte Woche unter die Lupe genommen worden.
SP und FDP bestätigen Wahltaktik
Zuvor hatte sich die FDP für den Anspruch der SP auf einen der frei werdenden Bundesratssitze ausgesprochen. Eine Wahlempfehlung wird es jedoch nicht geben, wie Fraktionschefin Gabi Huber (UR) nach der Fraktionssitzung sagte. Beide SP-Kandidatinnen seien wählbar. Auch bezüglich der eigenen Kandidaten wollte sich Huber nicht äussern.
Auch die SP bestätigte ihre Wahltaktik erneut. Sie will laut Fraktionschefin Ursula Wyss (BE) mehrheitlich für die Kandidatin der Grünen stimmen. Sollte die Unterstützung für Brigit Wyss (SO) zu gering sein, werde man zwischen den beiden FDP-Kandidaten wählen. «Im Sinne der Konkordanz, obwohl diese politisch meilenweit entfernt sind und nur ihre Partikulärinteressen vertreten», machte die SP-Fraktionschefin klar. Die SP gebe aber keine Wahlempfehlung für einen der Kandidaten ab.
Die SVP hatte ihre Wahlempfehlung bereits letzte Woche abgegeben. Sie will bei beiden Ersatzwahlen an ihrem Kandidaten festhalten. Die Fraktion trifft sich jedoch wie andere am morgen vor der Bundesratswahl, um die genaue Marschrichtung festzulegen.
SP und FDP - oder doch SVP?
Auch am Vorabend der Wahl bleibt es also bei Spekulationen. Rein rechnerisch sind verschiedene Mehrheiten denkbar. Ob am Ende persönliche Präferenzen oder Parteitaktik den Auschlag geben, wird sich erst mit der Wahl zeigen.
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Sitzverteilung in der Bundesversammlung
Fraktionen und Mandate
Quelle: parlamentsdienste
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A. Moser, Interlaken
)
(dussel
Verfasst am: 22.9.2010 8:03
Frau Ursula Wyss kann schon längst nicht mehr ernst genommen werden!
Ihr geht es in keiner Weise um das Wohl der... mehr
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M. Gupta, Gümligen
)
(Kingfisher
Verfasst am: 22.9.2010 7:08
Gleichberechtigung für die Männer :-)
Ich verlange jetzt die Gleichberechtigung für... mehr
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M. Jnglin, Zürich
)
(mjnglin
Verfasst am: 22.9.2010 0:27
volk will die besten!
ich erwarte, dass das parlament den volkswillen... [1] mehr
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