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Bundesratswahl 2010

Rime: «Ich werde am Mittwoch eine Antrittsrede mitnehmen»

Matthias Aebischer
Sonntag, 19. September 2010, 12:43 Uhr

«Jean-François Rime im Aufwind» - so titelt die Zeitung «Sonntag» in ihrer heutigen Ausgabe. Vor drei Wochen noch, als die SVP-Parteileitung ihren Kandidaten vorstellte, wurde Rime von vielen belächelt. Nun ist das anders. Wie die «Tagesschau» zeigt kann sich der SVP-Bundesratskandidat am nächsten Mittwoch durchaus Chancen ausrechnen.

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Er sitzt am Bürotisch seiner Holzverarbeitungs-Firma in Bulle/FR und freut sich über die Sonntags-Presse. «Zu Beginn wurde ich als Null-Chancen-Kandidat abgestempelt. Jetzt sieht es danach aus, dass ich bei der Ersatzwahl für Bundesrat Merz in die Schlussrunde komme. Und dann ist alles möglich!» erklärt Rime gegenüber der «Tagesschau».

Rime im «Schlussgang» ist realistisch

Dass der SVP-Vizefraktionschef in den Schlussgang kommt ist für viele Parlamentarier ein durchaus realistisches Szenario. In diesem Fall hätten ihm schon einige Kandidaten von der CVP und auch der SP die Stimme zugesichert, sagt der Nationalrat.

Nahaufnahme von Pirmin Bischof. Er lächelt.
«Dann kommt es darauf an was die Linke macht.»
Pirmin Bischof, Nationalrat CVP/SO

Der Solothurner CVP-Nationalrat Pirmin Bischof glaubt eher, dass es Rime trotz dieser Zusagen nicht reichen wird. Gegenüber der «Tagesschau» sagt Bischof: «Entscheidend ist dann, was die Linke macht. Mit den paar CVP-Stimmen wird es Rime nicht reichen.»

Nahaufnahme von Claude Janiak. Er lächelt.
«Bei einer Rime-Wahl ginge der SVP ein Argument für die Parlamentswahlen verloren.»
Claude Janiak, Ständerat SP/BL

Auch der SP-Ständerat aus Binningen/BL, Claude Janiak, glaubt zur Zeit nicht an einen Erfolg des SVP-Kandidaten: «Die klare Mehrheit der SP wird die offiziellen FDP-Kandidaten unterstützen.»

Noch ist nicht Mittwoch, und es ist gut möglich, dass sich der eine oder andere aus dem linken Lager bei einer Stichwahl Jean François Rime gegen Karin Keller-Sutter (Regierungsrätin SG/FDP) zum Beispiel zur Wahl des SVP-Kandidaten umstimmen lässt.

Denn die SVP würde so ihr stärkstes Argument für die Parlamentswahlen im nächsten Herbst verlieren. Nämlich, dass die wählerstärkste Partei der Schweiz im Bundesrat untervertreten ist. Janiak glaubt, dass sich trotzdem nur wenige Sozialdemokraten für Rime engagieren werden.

Nahaufnahme von Ulrich Giezendanner. Er lächelt.
«Herr Rime ist mit ziemlich grosser Sicherheit gewählt.»
Ulrich Giezendanner, Nationalrat SVP/AG

Ganz anders sieht das der Aargauer SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner. Gegenüber der Nachrichtensendung «10vor10» sagte er schon letzte Woche: «Herr Rime ist mit ziemlich grosser Sicherheit gewählt, da können sie davon ausgehen.»

Will die SVP überhaupt einen Bundesrat Rime?

Bleibt in diesem Fall noch die Frage: Will die SVP das? Würde Jean-François Rime in diesem Fall überhaupt annehmen? «Das ist gar keine Frage,» sagt Rime. «Bundesratswahlen sind keine Spielerei. Das ist viel zu entscheidend für dieses Land. Ich werde auf jeden Fall am nächsten Mittwoch auch eine Antrittsrede mit dabei haben.»

Bild Link eine Nahaufnahme von einem Mann. Rechts eine Spinnennetz-Grafik.
Das politische Profil von Jean-François Rime im Smartspider. parlament.ch / smartvote / sotomo
Kommentare aktiv...

R. Klauser, Biel
(Ideebank Mann)
Verfasst am: 20.9.2010 16:41

Aus übergeordneter Sicht

Die kommenden Bundesratswahlen werden sehr... [1]  mehr

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A. Kurt, Dürnten
(minu92 Mann)
Verfasst am: 20.9.2010 13:41

Halber Bundesrat!

Ich denke mir, dass Herr Bundesrat Maurer in... [1]  mehr

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K. Anselm-Gilbert

Verfasst am: 20.9.2010 11:44

SVP und Sachpolitik ??

Die SVP wird gewählt, weil sie mit... [3]  mehr

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