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2010 könnte Wärmerekord-Jahr werden

Donnerstag, 16. September 2010, 1:42 Uhr

Dieses Jahr könnte das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen werden: Für den Zeitraum von Januar bis August wurde eine weltweite Durchschnittstemperatur von 14,7 Grad Celsius gemessen, wie die US-Behörde für Ozeane und Atmosphäre (NOAA) mitteilte. 2010 liegt damit gleichauf mit 1998 als bislang wärmstem Jahr. Neue Studien ergaben unterdessen, dass die EU den eigenen Klima-Zielen hinterherhinkt.

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Einem zweiten Bericht der NOAA zufolge ist die Ausbreitung des arktische Meereises offenbar auf den drittniedrigsten Wert seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen im Jahr 1979 zurückgegangen.

Wer kommt für den Klimawandel auf? (TS vom 2. September 2010)

Im August bedeckte das akrtische Meereis demnach im Schnitt eine Fläche von sechs Millionen Quadratkilometern. Das sind 22 Prozent weniger als das Mittel der Jahre 1979 bis 2000. Ausserdem war der August laut NOAA damit der 14. in Folge, in dem die Ausbreitung unter dem Mittelwert lag.

Bild Ein Weltkarte mit blauen und roten Punkten.
Die US-Wetterbehörde hat die Temperaturabweichungen in 2010 auf einer Karte festgehalten. noaa

Treibhausgas-Ausstoss beeinflusst Gesundheitskosten

Die EU könnte bei den Gesundheitskosten bis zu 30 Milliarden Euro (39 Milliarden Franken) pro Jahr sparen, wenn sie den Treibhausgas-Ausstoss um 30 statt 20 Prozent senken würde. Das ergab eine Studie von Gesundheits- und Umweltorganisationen in Brüssel.

Widersprüche in der Klimapolitik (10vor10 vom 1. Juni 2010)

Weniger Kohlendioxid (CO2) in der Luft würde demnach nicht nur dem Klima helfen, sondern auch Smog und andere Luftverschmutzungen verringern. Die Luftverschmutzung wiederum hat einen Einfluss auf Herz- und Atemwegserkrankungen. Die EU hat sich verpflichtet, ihre Treibhausgase bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent im Vergleich zum Niveau von 1990 zu verringern. Der verstärkte Abbau um 30 Prozent wurde unter der Bedingung angeboten, dass auch andere grosse Industrienationen folgen.

Gemäss der Studie würde eine Minderung der Treibhausgase in der EU um 30 Prozent etwa zehn bis 30 Milliarden Euro jährlich einbringen - durch niedrigere medizinische Kosten sowie durch die Vermeidung von Krankheiten. Auch Einsparungen durch weniger ausgefallene Arbeitstage wurden eingerechnet.

EU hinkt eigenen Energiezielen hinterher

Einer weiteren Untersuchung zufolge muss die EU ihre Massnahmen zur effizienten Nutzung von Energie verdreifachen, wenn sie wie geplant in den nächsten zehn Jahren den Energiebedarf um 20 Prozent reduzieren will. Mit einem besseren Nutzungsgrad könne Europa bis 2020 jedes Jahr umgerechnet 100 Milliarden Franken sparen, heisst es in der Studie des Beratungsunternehmens Ecofys in den Niederlanden und des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung.

Klimadebatte mit Bundesrat Leuenberger (Arena vom 28. Mai 2010)

Zurzeit liegt die Europäische Union bei ihren Zielen zur Effizienz zurück. Unter deutscher Führung hatten sich die EU-Staaten auf den sogenannten 20-20-20-Klimapakt geeinigt. Er sieht eine CO2-Reduzierung um 20 Prozent bis 2020 vor, im selben Zeitraum soll der Anteil erneuerbarer Energien auf 20 Prozent steigen.

(agenturen/halp)

Kommentare aktiv...

J. Bachmann, Zürich
(J.Gegenzeit Mann)
Verfasst am: 16.9.2010 11:47

facts

Der heutige Klimawandel ist imens schneller, als... mehr

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K. Tj, Zürich
(psi Mann)
Verfasst am: 16.9.2010 8:19

Weltwoche, an die Säcke

Hallo Weltwoche, es gibt zu tun: Sofort alle... mehr

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G. Bossert, Safenwil
(GaBo Frau)
Verfasst am: 16.9.2010 7:53

EGAL, scheint es VIELEN zu sein!

Die Umweltverschmutzer Lobby ist gross. Sie... mehr

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