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International

Fidel Castro: «Ich meinte genau das Gegenteil»

Samstag, 11. September 2010, 15:34 Uhr

Das sei rein ironisch gemeint, relativiert der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro seine viel zitierte Aussage in einem US-Interview. Seine damaligen Worte: «Das kubanische Modell funktioniert nicht mehr.»

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Er sei falsch interpretiert worden, sagte der Ex-Präsident Kubas. Der US-Journalist Jeffrey Goldberg habe die Ironie in seinen Worten nicht verstanden. Das kubanische Modell funktioniere noch immer.

«Der Kapitalismus führt von einer globalen Krise in die nächste.»
Fidel Castro

Vielmehr sei der Kapitalismus gescheitert, führte Castro weiter aus. Dieser führe von einer Krise in die nächste, und es werde jedes Mal schlimmer. «Wie die ganze Welt weiss, denke ich, dass der Kapitalismus nicht einmal mehr in den USA funktioniert», sagte der 84-Jährige bei der Vorstellung seiner zweiten Autobiografie am Freitag an der Universität in Havanna. «Wie könnte ein solches System dann dienlich sein für ein sozialistisches Land wie Kuba?»

«Seine Interpretation amüsiert mich»

Castros ursprünglicher Kommentar im Blog Goldbergs auf der Internetseite des US-Magazins «The Atlantic» liess die Welt aufhorchen. Wollte Fidel Castro seine sozialistischen Grundsätze plötzlich über Bord werfen?

«Ich halte Goldberg nach wie vor für einen grossartigen Journalisten.»
Fidel Castro

«Das kubanische Modell funktioniert nicht einmal mehr für uns», hatte der Revolutionsführer damals auf die Frage geantwortet, ob das kubanische System immer noch exportwürdig sei. «Ich sagte das dem Journalisten ohne Bitterkeit und ohne Sorgen», erklärte Castro. «Es amüsiert mich jetzt zu sehen, wie er das buchstabengetreu interpretiert hat.» Der Revolutionsführer betont jedoch, dass er Jeffrey Goldberg dennoch für einen «grossartigen Journalisten» hält.

Fidel Castro: «Das kubanische Modell funktioniert nicht mehr»

Zum früheren Artikel über die Aussage Fidel Castros und Ausführungen zu Kubas Wirtschaft klicken Sie hier.

Castro war im Juli 2006 am Darm operiert worden und hatte sich anschliessend nahezu komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Im Februar 2008 übergab er das Präsidentenamt nach 49-jähriger Regierungszeit an seinen jüngeren Bruder Raúl, blieb aber Chef der regierenden Kommunistischen Partei.

(sda/buev)

Kommentare aktiv...

J. Stump, Zürich
(Ilkka-Sotilas Mann)
Verfasst am: 12.9.2010 23:09

Zu bedauern ist...

wer diesen "Grössten Führer" (die... mehr

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W. Kathriner, Sarnen
(A. Mann)
Verfasst am: 11.9.2010 20:41

ja ja

Ironie & Sarkasmus helfen mir die Dummheit... mehr

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W. Staub, Schwarzenbach
(Toggenburger Mann)
Verfasst am: 11.9.2010 20:23

Armer Fidel

Einer südamerikanischen Zeitung war zu... mehr

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