Schweiz
Renter noch immer flüchtig - Polizei gerät unter Druck
Der 67-jährige Rentner aus Biel ist nach Polizeiangaben nach wie vor auf der Flucht. Der gewalttätige Mann war der Polizei seit Donnerstag bereits zwei Mal entwischt, was ihr Kritik einbrachte. Mittlerweile suchen auch Polizisten in Zivil in der Umgebung nach dem Flüchtigen.
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Die Nacht sei ruhig gewesen, sagte Franklin Cooper von der Regionalpolizei Seeland-Berner Jura.
Bei der Grossfahndung nach dem flüchtigen Rentner setzt die Polizei im Bieler Lindenquartier seit Freitag getarnte Einsatzkräfte ein. Dies geschieht zum Schutz der Polizisten, auf die der Mann Donnerstag- und Freitagnacht geschossen hatte, um dann zu flüchten. Zudem setzt sie Hunde und einen Armeehelikopter mit Wärmebildkamera ein.
Die Einsatzkräfte müssten damit rechnen, dass der 67-Jährige erneut zu seinem Wohnhaus im Lindenquartier zurückkommt, hiess es am Freitag in einer Mitteilung des zuständigen Untersuchungsrichteramtes und der Kantonspolizei Bern.
Der Chef der Regionalpolizei, François Gaudy, rief die Bevölkerung dazu auf, wachsam zu sein und Beobachtungen sofort zu melden. Es sei nicht auszuschliessen, dass der Rentner erneut zurückkehre.
Fahndungsaufruf der Polizei
Der Flüchtige ist von der Berner Kantonspolizei zur Fahndung ausgeschrieben. Der 67-Jährige heisst Peter Hans Kneubühl. Er ist rund zwei Meter gross und von schlanker Statur. Er hat weisse Haare und einen weissen Stoppelbart. Er trägt eine Brille, ein weisses Hemd und dunkle Hosen.
Peter Hans Kneubühl ist bewaffnet und gewaltbereit. Die Bevölkerung wird gebeten, sich dementsprechend vorsichtig zu verhalten und verdächtige Feststellungen sowie andere Informationen über Peter Hans Kneubühl der Hotline-Nummer 031 634 34 34 zu melden.
«Der Mann kennt hier jeden Strauch»
Die Kritik am Polizeieinsatz wird in der Bevölkerung unterdessen immer lauter. Dagegen verwahrte sich Gaudy allerdings. Die Polizei gebe «kein katastrophales Bild ab». Die Polizei habe das Pech, dass ihr der Rentner einen Schritt voraus sei.
Der Mann sei im Quartier aufgewachsen und kenne jeden Strauch, jeden Balkonvorsprung. Das Quartier sei offen und mit vielen Gärten durchsetzt. Jemanden nachts zu erkennen, sei schwierig: «Der Täter spaziert nicht einfach auf der Strasse daher.»
Auch die Bieler Sicherheitsdirektorin Barbara Schwickert betonte, die Polizei habe alles getan, was sie habe tun können - auch wenn tatsächlich schwierig zu verstehen sei, wie dem Rentner zwei Mal die Flucht gelingen konnte.
«Haus-Versteigerung belastete ihn stark»
Gaudy versicherte, die Polizei nehme die Ängste der Bevölkerung ernst. Panik sei fehl am Platz. Die Wut des Rentners richte sich wohl ausschliesslich gegen die Polizei und die Behörden. Die Behörden wüssten, dass ihn die bevorstehende Räumung und Versteigerung seines Hauses sehr belastet hätten.
«Das ist kein alter Opa»
Bei der Fahndung nach dem flüchtigen Rentner soll es nach wie vor möglichst keine Toten geben, sagte Gaudy weiter. «Doch diese Doktrin hat ihre Grenzen». «Auch wir müssen unsere Massstäbe eventuell ändern. Wenn wir angegriffen werden, müssen wir uns verteidigen.»
Der Mann sei nicht «ein alter Opa», sondern müsse relativ fit sein. Der 67-Jährige habe gezeigt, dass er äusserst gewalttätig gegenüber der Polizei sei – gewalttätiger, als man sich das vorgestellt habe.
Eine Katastrophe mit Ansage
Den Behörden war der 67-Jährige offenbar als Querulant bekannt. Gegen den Mann war ein so genannt fürsorgerischer Freiheitsentzug angeordnet worden. Der Rentner hätte am Mittwoch einem Psychiater zur Untersuchung zugeführt werden sollen.
Ausserdem hatte ein Zivilgericht entschieden, dass das Haus, in dem er lebt, versteigert werden soll. Am Mittwochnachmittag hätte ein Besichtigungstermin stattfinden sollen.
Als dann am Mittwochnachmittag Polizisten beim Haus des Mannes auftauchten, kam es zur Eskalation, der Rentner verschanzte sich in seinem Haus. In der Nacht auf Donnerstag, kurz nach 1 Uhr, kam er plötzlich aus dem Haus und gab mehrere Schüsse auf die Polizisten ab. Ein Beamter wurde aus nächster Nähe am Kopf getroffen. Dem Rentner gelang die Flucht.
Am Donnerstag durchsuchten Polizisten das Haus des Täters. Befürchtungen, dass der Mann dort Sprengstoff versteckte, bewahrheiteten sich nicht.
In der Nacht auf Freitag tauchte der Rentner plötzlich wieder im Lindenquartier auf und schoss aus grösserer Distanz auf die Polizei. Diese erwiderte das Feuer. Verletzt wurde dabei niemand.
(sda/gern)
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K. Mafli
Verfasst am: 12.9.2010 12:31
Schade schade
Ist es eigentlich das ein Mann der eigentlich... mehr
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E. Wälti, Matten
)
(DonJuan
Verfasst am: 11.9.2010 11:02
Polizeikritiker
als 1. wollen wir doch mal unserem Polizeihelden... mehr
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E. Wälti, Matten
)
(DonJuan
Verfasst am: 11.9.2010 10:49
Liebe Polizeikritiker 2
Die Polizei ist ja am schluss immer die löle was... mehr
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