International
Massenvergewaltigungen im Kongo: UNO hat versagt
Die Vereinten Nationen haben Versäumnisse ihrer Blauhelme im Zusammenhang mit den jüngsten Massenvergewaltigungen im Kongo eingeräumt. Ihre Massnahmen seien nicht angemessen gewesen, gab der der Sprecher der UNO-Friedensmissionen, Atul Khare, vor dem UNO-Sicherheitsrat zu.
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«Wir müssen mehr tun», sagte Khare. Rebellen hätten bei einem viertägigen Angriff auf Dörfer im Osten des Landes Anfang August mindestens 242 Frauen mehrfach vergewaltigt, sagte Khare den 15 Ratsmitgliedern bei einer offenen Sitzung. Unter den Opfern seien auch 20 Kinder gewesen.
Die Vereinten Nationen hätten «die kollektive Verantwortung» dafür, dass die Massenvergewaltigung nicht rechtzeitig gestoppt wurde, sagte auch die UNO-Sonderbeauftragte gegen sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten, Margot Wallström.
Blauhelmsoldaten, die in der Nähe stationiert waren, seien von den Dorfbewohnern offensichtlich aus Angst vor Racheakten nicht herbeigerufen worden, sagte Wallström. In der Region Walikale habe es keine Verbindung für Mobiltelefone gegeben und der Funkverkehr sei unzuverlässig, räumte Khare ein.
Inzwischen habe die UNO-Mission Massnahmen zur Verbesserung der Kommunikation eingeleitet. Ausserdem seien die Blauhelmsoldaten angewiesen, bei ihren Patrouillen in den besonders gefährdeten Regionen die Kontakte mit der Bevölkerung zu intensivieren.
Ruandische und kongolesische Rebellen
Für die laut Wallström «systematischen» Vergewaltigungen werden Milizen der «Demokratischen Kräfte zur Befreiung Ruandas» (FDLR) und kongolesische Mai-Mai-Rebellen verantwortlich gemacht.
Die FDLR ist eine Miliz von Hutus, die 1994 nach dem Völkermord in Ruanda in das damalige Zaire (heute Kongo) geflohen waren. Viele von ihnen waren in den Massenmord an 800'000 Tutsi und gemässigten Hutu in Ruanda verstrickt.
Im Kongo gehört die Miliz zu den berüchtigtsten der verschiedenen Rebellengruppen, die die Bevölkerung dort terrorisieren. Ein bisher unveröffentlichter UNO-Bericht, dessen Entwurf der Presse zugespielt worden war, beschreibt 600 Gräueltaten, die zum grossen Teil von ruandischen Hutu-Milizen begangen wurden.
Das Papier soll auch Ruandas Regierung schwere Vorwürfe im Zusammenhang mit den Gewalttaten machen. Am Mittwoch will UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon mit dem ruandischen Präsidenten Paul Kagame zu Gesprächen in Kigali zusammenkommen. Ban war am Dienstag überraschend nach Ruanda gereist.
(sda/koua)
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G. rud.v.rohr, adliswil
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(shahan
Verfasst am: 8.9.2010 14:07
VERGEWALTIGUNG
ABER NOCH SCHLIMMER SIND DIE SEXUELLEN... [1] mehr
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