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Schweiz soll sich bei bilateralen Verträgen künftig sputen

Dienstag, 7. September 2010, 16:40 Uhr, Aktualisiert 18:12 Uhr

Das EU-Parlament fordert von der Schweiz mehr Tempo beim Abschluss bilateraler Abkommen. Dies geht aus einem Bericht zur Schweiz und ihrer Integration in den EU-Binnenmarkt hervor. Das EU-Parlament hat den Bericht mit grosser Mehrheit verabschiedet.

Bild Eine EU-Flagge und eine Schweizer Flagge wehen nebeneinander im Wind.
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Für die laufenden Verhandlungen über bilaterale Abkommen in den Themenfeldern Strom, Gesundheit, Lebensmittel und Landwirtschaft wird im Bericht eine möglichst baldige Einigung gewünscht. Diese und künftige Abkommen sollten «möglichst vorausschauend» formuliert werden, um eine uneinheitliche Anwendung «eng zu begrenzen».

In diesen Bereichen gelte es neue Herausforderungen und fortwährende Verhandlungen zu meistern. Daher stelle sich die Frage, ob nicht «letzten Endes ein allumfassendes bilaterales Abkommen zum beiderseitigen Nutzen der Schweiz und der EU» abgeschlossen werden könnte.

Leuthard und Barroso stehen nebeneinander und schütteln sich die Hände.

Allumfassendes bilaterales Abkommen

Ende Juli hatte bereits EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso eine neue, horizontale Form «eines Rahmens für die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU» angesprochen.

Beim Besuch von Bundespräsidentin Doris Leuthard in Brüssel sagte er, dass dies nicht im Widerspruch zum Vorhaben stehe, laufende Verhandlungen in verschiedenen bilateralen Dossiers voranzutreiben.

Mehr dazu.

Die Schweiz nimmt die Abstimmung im Parlament zur Kenntnis. Kommentieren will sie den Inhalt des Berichts jedoch nicht, wie ein Sprecher der Schweizer Mission bei der EU in Brüssel erklärte.

Man werde den Bericht aber vor allem im Hinblick auf die kommenden Diskussionen mit der EU über mögliche institutionelle Lösungen studieren. Letztere sollen helfen, die Beziehungen zwischen den beiden Partnern zu erleichtern und zu festigen.

Verbesserte Transparenz und Zusammenarbeit

Das liegt ganz im Sinn des Parlaments. Die Abgeordneten fordern die EU-Kommission und die Schweiz auf, kurzfristig horizontale, also themenübergreifende Lösungen «für bestimmte institutionelle Fragen zu sondieren».

Zudem soll die Transparenz in der Beschlussfassung und die Zusammenarbeit der Ausschüsse verbessert werden. Gestrichen hatten die Abgeordneten bereits im Ausschuss, dass die Schweiz stärker in die Entscheidfindung einbezogen wird.

Mit der Abstimmung schliesst das EU-Parlament die Arbeit des Binnenmarkt-Ausschusses ab. Dieser hatte den Bericht bereits Ende Juni deutlich mit 32 zu 2 Stimmen verabschiedet. Der Bericht ist nicht bindend, wird aber an die EU-Kommission und den Rat überwiesen.

EU-Binnenmarktintegration der Schweiz

Der verabschiedete Bericht zeigt zudem gewisse Hindernisse bei der Binnenmarktintegration des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) und der Schweiz auf. Er hält fest, dass die Beziehungen zwischen der EU und der Schweiz mit «sehr viel grösseren Herausforderungen» konfrontiert sind - gerade, was die Umsetzung des Abkommens über die Personenfreizügigkeit betrifft.

Im Widerspruch zum Abkommen stünden unter anderem die in der Schweiz geltende achttägige Voranmeldepflicht, die es Klein- und Mittelbetrieben erschwere, Dienstleistungen in der Schweiz zu erbringen. Zudem äussert sich das Parlament besorgt über die Beschränkungen für Taxis aus Deutschland und Österreich beim Flughafen Zürich.

Weiter wird im Bericht bedauert, dass im Freizügigkeitsabkommen kein «umfassendes Abkommen über den freien Dienstleistungsverkehr»
enthalten ist. Dabei würde ein solches «beiden Seiten beträchtliche Vorteile» bringen. Deshalb sollten Verhandlungen in dieser Richtung sondiert werden. Der Bundesrat hat sich allerdings gegen ein solches umfassendes Abkommen ausgesprochen.

Den EU-Bericht über das Thema «EWR-Schweiz: Hindernisse fur die vollständige Verwirklichung des Binnenmarktes » finden Sie in unserer Mehrwertbox zum Downloaden.

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(sda/kokb)

Kommentare aktiv...

M. Mèchant, Grosses-Euroland
(gustav.eu Mann)
Verfasst am: 8.9.2010 13:55

unter Druck wird niemand gesetzt

nur Dampf wird gemacht für den Fall, dass die... [1]  mehr

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G. rud.v.rohr, adliswil
(shahan Frau)
Verfasst am: 8.9.2010 13:40

JA ich bin für Rosinenpickerei aber...

seitens der Schweiz! ...Weiter wird im Bericht... [1]  mehr

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F. Hofstetter, Bauma
(der_Felix Mann)
Verfasst am: 8.9.2010 9:24

Genau

noch ein Abkommen welches alles regelt und der CH... mehr

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