Schweiz
Schweiz-England: Basel rüstet sich für «normales» Hochrisikospiel
Bereits seit Montag prägen zunehmend englische Fussballfans das Stadtbild von Basel. Der Schweizerische Fussballverband rechnet mit bis zu 8000 Schlachtenbummlern, nur 4000 haben aber ein Ticket für das Länderspiel Schweiz–England.
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Die Polizeipräsenz an den neuralgischen Punkten der Basler Innenstadt ist seit gestern erhöht worden. Im Tagesverlauf wird diese noch weiter ausgebaut, sagt der Sprecher der Kantonspolizei Basel-Stadt, Klaus Mannhart, gegenüber «tagesschau.sf.tv».
Grundsätzlich gelten die üblichen Regeln wie bei einem anderen «Hochrisikospiel» der Fussballmeisterschaft. Unterstützt werden die Basler Sicherheitskräfte durch das Polizeikonkordat der Nordwestschweiz. Bis zum Spiel werden die Reihen durch Kollegen aus den Kantonen Solothurn, Aargau und Baselland verstärkt.
Auch bei der Grenzwacht herrscht erhöhte Aufmerksamkeit. Grossbritannien zählt nicht zu den Schengenstaaten, deshalb gelten für die Fussballfans aus England ganz normale Einreisekontrollen.
Kurz vor Mittag sind die ersten Sonderflüge am Euroairport in Basel gelandet. «Die Einreisenden werden ganz normal kontrolliert, dabei werden wir von Spezialisten aus England unterstützt», sagt Patrick Gantenbein vom Grenzwachachtkommando Basel.
Auch beim Autobahn-Grenzübergang Basel-St.Louis wird den Zollkontrollen verstärkte Aufmerksamkeit gewidmet.
Hooligans müssen Pässe abgeben
Es ist aber zu erwarten, dass die Behörden wenig Arbeit haben werden. Die gefürchteten Hooligans der Insel werden gar nicht in die Schweiz einreisen können. Mehr als 3000 aktenkundige Supporter mussten im Vorfeld des Länderspiels ihren Pass auf einem Polizeiposten abgeben. Zudem haben die Behörden Zugriff auf eine internationale Datenbank für Fussballhooligans.
Dass diese Massnahmen ihre Wirkung nicht verfehlen, hat die WM in Südafrika gezeigt. Von den 25‘000 Engländern, die zu den Spielen ihrer « Three Lions» angereist waren, wurde nur ein einziger Fan verhaftet.
Basel ist zudem seit der Euro auf Länderspiele dieser Art vorbereitet. Einerseits arbeitet die Polizei nach der 3-D-Strategie (Dialog, Deeskalation, Durchgreifen), anderseits gelten die meisten der englischen Fussballfans zwar als trinkfest, aber doch als friedlich, sagt Klaus Mannhart. Zur Unterstützung kann die Polizei auf zehn Szenenkenner aus England zurückgreifen, die extra für dieses Qualispiel nach Basel gereist sind. Damit die englischen Fans nicht länger als nötig in Basel bleiben, ist das geltende Nachtflugverbot auf dem Flughafen Basel-Muhlhouse gelockert worden. Von Mitternacht bis zwei Uhr früh können Flugzeuge Richtung Insel abheben.
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