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Wen die Frauen pflegen (in Prozent)
Quelle: SwissAgeCare 2010
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Schweiz
Altenpflege: Harte Belastungsprobe für Angehörige
In der Schweiz investieren Angehörige bis 64 Stunden pro Woche in die Pflege von älteren Familienmitgliedern - viel mehr als sie eigentlich möchten. Das zeigt die Studie «SwissAgeCare 2010», welche im Auftrag des Spitex Verbands Schweiz durchgeführt wurde.
Noch immer ist die Pflege von älteren Menschen in Frauenhand. Zwei Drittel der pflegenden Angehörigen sind Frauen, die zur Hälfte den Partner und zu einem weiteren Drittel einen Elternteil umsorgen.
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Das Drittel Männer pflegt mehrheitlich Partnerinnen. 61 Prozent der Befragten kümmern sich um die Ehepartnerin, 34 Prozent um die eigenen Eltern.
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Wen die Männer pflegen (in Prozent)
Quelle: SwissAgeCare 2010
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Die Hauptmotive für die Betreuung sind vor allem Liebe und Zuneigung, aber auch Mangel an Alternativen und finanzielle Überlegungen.
Pflegende Angehörige investieren in die Betreuung pro Woche zwischen 64 Stunden (als Partner und Partnerinnen) und 26 Stunden (als Söhne und Töchter). Damit nimmt die Betreuung fast doppelt so viel Zeit in Anspruch, wie es die Angehörigen möchten. Das Pflege-Verhältnis dauert im Schnitt rund sechs Jahre
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Wöchentlicher Zeitaufwand für die Pflege
Ist-Zustand / Wunsch-Zustand
Quelle: SwissAgeCare 2010
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Bei der Hälfte der Söhne wirkt sich die Pflegesituation nicht auf den Beruf aus. Anders bei den Töchtern: Über die Hälfte reduzierte ihr Arbeitspensum, 16 Prozent gaben ihren Beruf ganz auf.
Stéphanie Mörikofer-Zwez, Präsidentin Spitex, zum 64-Stunden-Pensum der Angehörigen.
Tagesbetreuung gefordert
Partnerinnen und Partner leiden am stärksten unter der körperlichen und psychischen Belastung. Nach eigener Einschätzung bräuchten vor allem pflegende Töchter noch vor den pflegenden Partnern und Partnerinnen eine Auszeit. Dringend benötigt werden laut der Studie flexible Entlastungsmöglichkeiten wie Tagesbetreuung, Übergangspflege, Nacht- und Ferienbetten.

«SwissAgeCare 2010»
Die Studie «SwissAgeCare 2010» wurde von Forschungsteams der Universitäten Bern (Prof. Pasqualina Perrig-Chiello, Dr. Brigitte Schnegg) und Zürich (Prof. François Höpflinger) erstellt. Die Wissenschaftler untersuchten in den letzten eineinhalb Jahren in der Deutschschweiz Motivation, Probleme, Ressourcen und Wünsche von Angehörigen, die ältere Menschen zuhause pflegen sowie von Spitex-Fachleuten. Die Informationen wurden mittels Fragebogen bei einer repräsentativen Stichprobe von insgesamt 745 Personen erhoben.
Gute Noten für Spitex
Die Non-Profit-Organisation Spitex wird in der Studie «SwissAgeCare 2010» gut bewertet. Die pflegenden Angehörigen sind im Allgemeinen mit ihr sehr zufrieden. Wichtig sind ihnen insbesondere die Verfügbarkeit der Spitex zur rechten Zeit, sowie Würde und Respekt im Umgang mit den Pflegebedürftigen. Kritikpunkte sind häufiger Personalwechsel und fehlende Zeit.

Aufgaben der Spitex
Die Spitex, Abkürzung für «spitalexterne Hilfe und Pflege», hilft vor allem bei der Körperpflege und bei der Behandlungspflege. Hauswirtschaftliche Spitex-Leistungen werden nur von einem kleinen Teil der Pflegebedürftigen bezogen. 2008 bezogen in der Schweiz 211'000 Personen oder 3 Prozent der Gesamtbevölkerung Spitex-Leistungen. Gut ein Fünftel der zuhause lebenden über 84-Jährigen benützt regelmässig die Spitex.
Die Studie «SwissAgeCare 2010» zeigt auch die mögliche Entwicklung im Pflegebereich auf. Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung wird insgesamt mit einem wachsenden Bedarf an stationärer und ambulanter Pflege gerechnet. Gleichzeitig dürften der medizinisch-technische Fortschritt, die steigenden Spitalkosten und der erhöhte Spardruck die Verlagerung vom stationären in den ambulanten Bereich verstärken. Somit dürften die Pflegeaufgaben für die Spitex noch anspruchsvoller werden.
Die Spitex könnte sich laut der Studie stärker mit anderen Institutionen vernetzen, pflegerisch-betreutes Wohnen und flexible Entlastungsmöglichkeiten anbieten und die Weiterbildung und Schulung der Spitex-Mitarbeitenden verbessern.
(sf/widb)
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R. Burkhardt, Hadsund
)
(Overgaard
Verfasst am: 7.9.2010 13:38
Gott sei Dank...
... wissen viele Schweizer/Innen noch, was... mehr
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E. Verena, Zürich
Verfasst am: 7.9.2010 12:10
Zweifel
Ich habe Zweifel an der Echtheit dieser... mehr
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E. Verena, Zürich
Verfasst am: 7.9.2010 11:48
Normalität
Ich habe meine Mutter bis zu Tode begleitet und... [1] mehr
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