International
Franzosen wehren sich gegen höheres Rentenalter
Die Anhebung des Rentenalters treibt die Franzosen auf die Strasse. Bereits gestern haben die Lehrer gestreikt, für heute haben die Gewerkschaften zu landesweiten Streiks aufgerufen. Ziel der Protestaktionen sind der öffentliche Verkehr, Schulen und Spitäler.
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Im Grossraum Paris fielen am Morgen zahlreiche Pendlerzüge aus, wie die Verkehrsbetriebe der Hauptstadt mitteilten. Besser als erwartet lief demnach aber der Verkehr in der U-Bahn, wo der Verkehr auf den meisten Verbindungen nahezu normal war.
An den Pariser Flughäfen Charles de Gaulle und Orly wurde mit zahlreichen Flugausfällen gerechnet.
Die Veranstalter hofften, dass sich rund zwei Millionen Menschen an Demonstrationen und Protestmärschen beteiligen.
Auch die Schweiz betroffen
Vom Streik betroffen ist auch der Bahnverkehr mit der Schweiz. Die TGV-Züge ab Bern und Neuenburg nach Paris fallen alle aus. Ab Lausanne verkehren drei von vier TGV-Verbindungen, ab Genf sind es fünf von sieben Zügen.
Ab Genf fallen zudem die TGV-Verbindungen nach Südfrankreich und die Nachtzüge Schweiz - Frankreich aus. Nicht betroffen ist der TGV Lyria über Zürich/Basel nach Paris und zurück. Im französischen Binnenverkehr ist ebenfalls mit zahlreichen Zugsausfällen und Verspätungen zu rechnen.
Höheres Pensionsalter
Mit dem Umbau will Präsident Nicolas Sarkozy einen Kollaps des Rentensystems verhindern und das Budgetdefizit in den Griff bekommen. Zudem will Sarkozy mit dem Projekt seine Wiederwahl vorbereiten. Stattdessen gerät er nun immer mehr unter Druck.
Die Franzosen streiten über eine neue Altersgrenze für die Rente, über die andere Europäer nur lächeln können. Während in vielen Ländern das Rentenalter bereits bei 65 liegt, protestieren in Frankreich Hunderttausende gegen eine geplante Anhebung des Mindestalters von 60 auf 62 Jahre. Das Rentenalter in Frankreich liegt derzeit durchschnittlich bei 59,3 Jahren.
Proteste gegen die Person Sarkozy
Wenn alles gut geht, kann Sarkozy sich rühmen, eine überfällige Reform durchgesetzt zu haben und auf dieser Basis seinen Wahlkampf für die nächste Präsidentschaftswahl 2012 aufbauen. Die Umfragewerte Sarkozys liegen derzeit aber nur knapp über ihrem Allzeit-Tief.
Trotz der Proteste ist auch den Franzosen klar, dass sie künftig länger arbeiten müssen, um die Renten noch finanzieren zu können. Aber die massiven Streiks und knapp 200 Demonstrationen im ganzen Land sind auch ein Ventil für die angestaute Kritik an Präsident Nicolas Sarkozys Politik. Viele Franzosen ärgern sich, dass Sarkozy die Reform im Schnellverfahren durchdrücken will.
Arbeitsminister Eric Woerth will die Pläne heute ins Parlament einbringen, wo sie im Oktober verabschiedet werden sollen.
(sda/blur)
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W. Staub, Schwarzenbach
)
(Toggenburger
Verfasst am: 8.9.2010 18:34
Sozialsystem am Anschlag
Fr ankreich ist ein stark ausgeprägter... mehr
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W. OTT, Karlsruhe
)
(grappa41
Verfasst am: 7.9.2010 17:07
Kurzsichtig
Das Rentensystem beruht auf der Solidarität der... [1] mehr
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J. Faber, Bern
)
(faber.jay
Verfasst am: 7.9.2010 12:19
@ bis 70 Jahre arbeiten wollende!
Nur weil ihr euch von der Wirtschaft habt... mehr
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