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Akrobatische Flucht aus dem Gefängnis

Montag, 6. September 2010, 19:29 Uhr, Aktualisiert 21:19 Uhr

Ein Häftling ist am Sonntagmorgen aus dem Bezirksgefängnis Horgen (ZH) geflohen - mit Hilfe von Schnürsenkeln und Gürteln. Trotz Überwachungskameras und Stacheldraht gelang ihm die Flucht über eine hohe Mauer. «Schweiz aktuell» hat die Flucht mit Hilfe eines Gefängnismitarbeiters rekonstruiert.

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Auch Stacheldraht und Überwachungskameras konnten den Häftling nicht aufhalten. sf

Der Häftling hatte seine Flucht vorbereitet: Seine Gefängniszelle liegt im Innenhof - unmittelbar neben der Gefängnismauer. Er liess Schuhbändel und zwei Gürtel aus der Zelle hängen.

Während seines Morgenspaziergangs im Innenhof zog er sich dann am präparierten Fenster an den Gürteln hoch. Er konnte dann - über ein weiteres vergittertes Fenster - bis zur Mauer hochklettern. Oben angelangt, musste er zuerst ans andere Ende der 15 Meter langen Mauer balancieren. Dort konnte er die Gürtel am Pfosten der Überwachungskamer befestigen und sich abseilen. Die folgende Animation von «Schweiz aktuell» verbildlicht die akrobatische Flucht.

Animation der spektakulären Flucht

Über eine weitere Absperrung mit Stacheldraht gelangte er in die Freiheit. Er ist laut Kantonspolizei Zürich flüchtig.

Rebecca De Silva, Amt für Justizvollzug, erklärt, wie dem Häftling die Flucht gelang

Das Bezirksgefängnis Horgen machte bereits Mitte der 90er-Jahre Schlagzeilen. 1995 flohen innerhalb weniger Wochen 5 Häftlinge aus dem Gefängnis. Der Blick schrieb darauf vom «löchrigsten Gefängnis der Schweiz». Die letzte Flucht erfolgte 2000. Erst 2006 wurde das Gefängnis saniert und die Sicherheit verbessert, u.a. wurde die Gefängnismauer um ein paar Meter erhöht. Trotzdem gelang nun eine weitere Flucht.

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Bereits früher waren Häftlinge aus dem Bezirksgefängnis Horgen geflohen. sf

Das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich räumt eine Sicherheitslücke ein, die nun in den nächsten Tagen behoben werde. Solange bleibt der Innenhof geschlossen. Eine Nachahmer-Tat ist somit ausgeschlossen. Der flüchtige Häftling sei akrobatisch vorgegangen bei seiner Tat und sei wohl sehr sportlich gewesen.

Laut Auskunft der Amts für Justizvollzug werden den Häftlingen in Untersuchungs- und Sicherheitshaft Gürtel und Schnürsenkel nicht abgenommen.

(sf/sprm)

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P. D., Esslingen am Neckar
(Peterle Mann)
Verfasst am: 7.9.2010 8:20

Flucht aus dem Gefängnis rekonstruiert.

Ich hatte mich so auf einen Animationsfilm... mehr

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