Kultur
Solothurner Classic Openair führungslos
Einst sang der spanische Startenor José Carreras am Solothurner Classic Openair, doch nach 20 Jahren droht dem Kulturevent das Aus. Der Opernliebhaber und Festivalgründer Dino Arici zieht sich definitiv vor der Organisation zurück. Ein Nachfolger ist nicht in Sicht.
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Der seit Anfang August amtierende neue Leiter des Classic Openair (COA), Martin Jäggi, habe am Wochenende seine Demission eingereicht, sagte Arici und bestätigte damit einen Artikel der «Mittelland-Zeitung». Der Schritt Jäggis habe ihn völlig überrascht, betonte der 77-jährige Festivalgründer.
Etwas ähnliches ereignete sich bereits im Vorjahr, als der designierte Leiter Daniel Reumiller seinen Posten umgehend wieder räumte. Für das COA lässt Arici dennoch eine Hintertür offen.
«Wenn es jemand übernehmen möchte», wäre er bereit, mit sich reden zu lassen, sagte der Festivalgründer, der sich an künftigen Ausgaben allerdings nicht mehr beteiligen würde.
Kulturevent mit Tradition
In der Zusammenarbeit mit dem jetzt abgesprungenen Leiter Jäggi wäre Arici weiterhin für die künstlerischen Belange zuständig gewesen. Das Festival, das jeweils rund 10'000 Besucherinnen und Besucher anlockte, fand diesen Sommer zum 20. Mal statt.
Arici blickt mit Genugtuung auf seine langjährige Tätigkeit zurück. Die Qualität der aufgeführten Opern sei vor allem in den vergangenen drei Jahren hervorragend gewesen. Demnächst soll ein Buch zum Jubiläum des Festivals mit neuen Texten etwa von Donna
Leon, Adolf Muschg und Peter Bichsel erscheinen.
(sda/blur)
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