International
Spanien traut Waffenruhe der ETA nicht
Spanische Politiker haben die von der baskischen Untergrundorganisation ETA verkündete Waffenruhe entschieden zurückgewiesen. Die Erklärung sei «unzureichend», die Gruppe müsse der Gewalt «vollständig und endgültig» abschwören, sagte Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Die Ankündigung der ETA sei «weit entfernt» von dem, was die Regierung erwarte, sagte Rubalcaba im Fernsehsender TVE. Die ETA habe die Waffenruhe zudem nur verkündet, weil sie in ihrem Kampf «nicht mehr weitermachen» könne.
«Sie legt eine Pause ein, um ihre Kräfte neu aufzustellen. Da dürfen wir uns nichts vormachen lassen.» Die Regierung werde wie bisher gegen die ETA als Terrororganisation vorgehen. Verhandlungen lehnte der Minister ab.
Pause zur Neuorganisation?
Auch die meisten spanischen Parteien wiesen die Waffenruhe zurück. Der Chef der oppositionellen konservativen Volkspartei (PP) im Baskenland, Antonio Basagoiti, bezeichnete den Schritt als «taktisches Manöver».
Spanische Medien mutmassten, die von der Polizei zunehmend bedrängte ETA wolle Zeit gewinnen um sich neu zu organisieren.
«Nur ein Schicksal für ETA»
Zuletzt galt die ETA durch zahlreiche Verhaftungen wichtiger Mitglieder als deutlich geschwächt. Die Gruppe kündete mit einem Video über die Website der baskischen Zeitung «Gara» und dem britischen Sender BBC einen Waffenstillstand an. Sie wolle einen «demokratischen Prozess» in Gang bringen.
Euskadi Ta Askatasuna, kurz ETA
Die terroristische Untergrund-Organistation ETA kämpft seit Jahrzehnten gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlandes im Norden von Spanien und im Süden Frankreichs. Dabei wurden bislang fast 830 Menschen von der Gruppe getötet, die von Spanien, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft wird. Weiter...
Die ETA hatte im Juni 2007 einen im Vorjahr mit der Regierung ausgehandelten Waffenstillstand aufgekündigt. Seitdem schliesst Madrid weitere Verhandlungen mit der Gruppe aus. Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hatte erst im Juli erneut betont, dass es für die «ETA nur ein Schicksal gibt: die Waffen ohne Bedingungen niederzulegen».
(sda/rucf)
Meldungen im Tagesverlauf
- Krüsis Kunst in Bad Ragaz
- Bellinzona plant ohne Trainer Andermatt
- Ungarn und Rumänien streiten um Urne eines rechtsextremen Rassisten
- Grossbrand in Einsiedeln mit drei Verletzten
- Razzia bei Italien - Criscito nicht an der EURO
- Annan ist schockiert über Massaker in Syrien
- Fünf Beschwerden gegen Präsidentenwahl in Ägypten
- Federer mit geglücktem Auftakt in Roland Garros
- Jugendliche jagten Briefkästen in die Luft
- Cannes: Goldene Palme für Michael Hanekes «Liebe»
- Romina Oprandi in Paris gescheitert
- Resolutionen und Erklärungen der UNO zu Syrien
- Chronologie: Abgeltungssteuer soll Bankgeheimnis retten
- Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
- Wer wird Spieler des Jahres?
- Bankia stürzt an der Börse ab


Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert
Grossbrand in Einsiedeln mit drei Verletzten
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Facebook-Foto verleitet Räuber zu Überfall
Ungarn und Rumänien streiten um Urne eines rechtsextremen Rassisten
Annan ist schockiert über Massaker in Syrien
Fünf Beschwerden gegen Präsidentenwahl in Ägypten
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Afghanistan: Gasangriffe sollen Mädchen vom Schulbesuch abhalten
Stiftung Franz Weber geht auf die Barrikaden
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe
UNO-Sicherheitsrat verurteilt Massaker in Syrien






















J. Stump, Zürich
)
(Ilkka-Sotilas
Verfasst am: 6.9.2010 23:21
Richtig...
Die ETA soll die Waffen niederlegen und jeder... mehr
Zustimmen — 2 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 1 Leser ist anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten