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Zahlreiche Nachbeben erschüttern Süden Neuseelands

Sonntag, 5. September 2010, 5:16 Uhr, Aktualisiert 16:55 Uhr

Nach den schweren Erdstössen vom Samstag ist der Süden Neuseelands von mehr als 60 Nachbeben erschüttert worden. In der am stärksten betroffenen Stadt Christchurch sind über 500 Gebäude zerstört. Eine Person starb, mehrere wurden verletzt.

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Schwere Schäden in Christchurch (Tagesschau vom 05.09.2010)

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Der Wiederaufbau der zerstörten Innenstadt von Christchurch wird mindestens ein Jahr dauern. Über 500 Gebäude sind so stark beschädigt, dass sie abgerissen werden müssen. Wegen der schweren Schäden in Milliardenhöhe soll der Notstand in der Stadt noch mehrere Tage aufrecht erhalten bleiben.

20 Prozent ohne fliessendes Wasser

Experten gingen durch die Strassen und untersuchten die Gebäude auf Schäden. Bürgermeister Bob Parker sagte, etwa 90 Prozent der Einwohner hätten wieder Strom. Dagegen bleibe die Wasserversorgung angesichts von mindestens 200 unterirdischen Rohrbrüchen weiter ein riesiges Problem. Etwa 80 Prozent der 400'000 Einwohner hätten wieder fliessendes Wasser. Mobile Toiletten und Wassertanks säumen die Strassen.

Rund 90 Polizisten seien zur Verstärkung nach Christchurch geflogen worden, sagte Parker weiter. Die Soldaten würden ab Montag bei den Aufräumarbeiten helfen.

Die Schulen in der Region bleiben bis Mitte der Woche geschlossen. Zunächst soll sichergestellt werden, dass die Gebäude nicht einsturzgefährdet sind. Die Innenstadt bleibt für die Öffentlichkeit mit Ausnahme der Anwohner bis Montag gesperrt.

Bei dem Beben der Stärke 7,1 am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) starb eine Person, mehrere wurden verletzt. Sachverständigen zufolge ist die geringe Anzahl der Verletzten vor allem den strengen Bauvorschriften in Neuseeland zu verdanken. In Haiti seien bei einem Erdbeben der Stärke 7 viele Menschen getötet und weit schlimmere Schäden angerichtet worden.

Erdstösse auf der ganzen Insel zu spüren

Das Epizentrum des jüngsten Erdbebens lag rund 30 Kilometer nordwestlich von Christchurch, über die Tiefe gab es unterschiedliche Angaben. Die Erschütterungen am Samstagmorgen um 4.35 Uhr (18.35 MESZ) waren auf der ganzen Südinsel zu spüren.

Bild Karte Neuseeland.
Christchurch ist die vom Beben am stärksten betroffene Stadt. sf

Die Erde in Neuseeland bebt besonders häufig, denn hier stossen zwei riesige Erdplatten aufeinander. Nach Angaben von Seismologen gibt es dort bis zu 15'000 Erdbeben pro Jahr, aber nur maximal 150 davon sind zu spüren. Das bislang verheerendste Erdbeben traf 1931 die Stadt Napier auf der Nordinsel. Mehr als 250 Menschen starben.

Südspitze Neuseelands zu Australien gerückt

Das letzte grosse Beben erschütterte mit einer Stärke von 7,8 und fand 2009 in der Region Fiordland auf der Südinsel statt. Das Beben führte Experten zufolge dazu, dass die Südspitze Neuseelands 30 Zentimeter näher an Australien herangeschoben wurde.

(sda/buet/buev)

Kommentare aktiv...

P. D., Esslingen am Neckar
(Peterle Mann)
Verfasst am: 5.9.2010 8:33

?

Wieso kommen die meisten Erdbeben nachts?

Zustimmen — 11 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 31 Leser sind anderer Meinung.

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K. Scheidegger, Christchurch
(tini87 Frau)
Verfasst am: 5.9.2010 6:01

Erdbeben Christchurch

Ich wohne als Schweizer Bürgerin seid über 2... [1]  mehr

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