International
Rebell Fini präsentiert neue Strategie
Der Präsident der Abgeordnetenkammer Gianfranco Fini hat im norditalienischen Mirabello eine Ansprache vor seinen Anhängern gehalten. Er stellte die Strategie seiner neuen Fraktion Futuro e Libertà (Zukunft und Freiheit) vor. Fünf Wochen nach dem Bruch mit Berlusconi ist für die italienische Rechte die Devise klar: sie will festhalten an den eigenen politischen Prinzipien.
- 06.09.10: Berlusconi lehnt Pakt mit Fini ab
- 12.08.10: Berlusconi unterbreitet Fini Friedensangebot
- 06.08.10: Berlusconi möchte Fini-Vertraute zurückgewinnen
- 02.08.10: Einsamer Berlusconi sucht nach Koalitionspartnern
- 30.07.10: Gianfranco Fini: Vom Neofaschisten zum Berlusconi-Herausforderer
- 30.07.10: Italiens Regierung in die Krise
Artikel bewerten
Artikel teilen
Fini wird jedoch nicht aus der Mitte-Rechts-Koalition mit dem Medienzaren austreten, um eine eigene Partei zu gründen. Laut Fini hat Berlusconi das Recht, weiter zu regieren, da er bei den Parlamentswahlen 2008 im Parlament eine breite Mehrheit erhalten habe.
Fini schlug Premierminister Berlusconi jedoch einen neuen politischen Pakt vor, um die Legislaturperiode bis zu seinem Ende im Jahr 2013 zu führen.
Stalinismus-Vergleich
Fini bekräftigte ausserdem sein Recht, Kritik am zentralistischen Führungsstil Berlusconis zu üben. Wer Kritik an Berlusconis äussere, dürfe nicht beschuldigt werden, die Regierung zu boykottieren. «Regieren heisst auch Kompromisse zu finden», sagte Fini vor seinen Anhängern.
Der Rechtspolitiker bezeichnete Berlusconis Beschluss, ihn aus der gemeinsamen Partei auszuschliessen, als «autoritäre und unliberale Geste», die an den «ärgsten Stalinismus» erinnere. «Nur in der Phase des schlimmsten Stalinismus wurde man ausgeschlossen, ohne sich verteidigen zu können, wie es mir geschehen ist», sagte Fini.
Die Fraktion aus 34 Parlamentariern und zehn Senatoren ist nach Finis Bruch mit Premierminister Silvio Berlusconi vor fünf Wochen entstanden und ist für den Fortbestand der seit zwei Jahren amtierenden Mitte-Rechts-Regierung entscheidend.
Es drohen Neuwahlen
Dass das Schicksal seiner Regierung praktisch in den Händen von Fini liegt, das passt Berlusconi natürlich nicht. Fini und seinen Anhängern hingegen tun sich neue Perspektiven auf, wie das beim ersten grossen Auftritt von Fini nach der Sommerpause vor seinen Anhängern in Mirabello klar wird.
Berlusconi, der nach dem Bruch mit Fini politisch in Bedrängnis geraten ist, will sich noch im September im Parlament einer Vertrauensabstimmung über ein neues Regierungsprogramm unterziehen. Sollte er das Vertrauen der Fini-Anhänger erhalten, hofft er bis zur Ende der Legislaturperiode 2013 weiter zu regieren.
Die Fini-Anhänger haben jedoch starke Bedenken bezüglich einiger Aspekte des neuen Regierungsprogramms. Vor allem die Justizreform, ein Hauptanliegen der Regierung Berlusconi, wird von Finis Verbündeten kritisiert.
(sf/weis)
Meldungen im Tagesverlauf
- CS mit Verlust im vierten Quartal – Gewinneinbruch im Gesamtjahr
- 38-jähriger Familienvater stirbt bei Lawinenunfall am Pilatus
- UNO erwägt gemeinsame Beobachtermission mit Arabern in Syrien
- 3D-Drucker erstellt Objekte auf Knopfdruck
- Gespräche über Nacht: Einigung in Athen in Sicht
- Barça steht im Cup-Finale, Juve schlägt Milan
- US-Steuerstreit: UBS gab Daten von Konkurrenten weiter
- Gladbach und Bayern im Cup-Halbfinal
- Neue Details zu Majak-Uran in Schweizer AKW
- Kältewelle und Sturm: Der Winter zeigt sich von der erbarmungslosen Seite
- US-Senator macht mit Steuergesetz Druck auf die Schweiz
- Antarktis: Russen bohren Rekord-Loch zu Riesensee
- AKW Mühleberg notfallmässig abgeschaltet
- Capello tritt als Englands Nati-Trainer zurück
- «Seegfrörni»: Erste Eisflächen für Schlittschuhläufer freigegeben
- Morden in Syrien geht weiter – Homs unter Raketenbeschuss


Kältewelle und Sturm: Der Winter zeigt sich von der erbarmungslosen Seite
Gespräche über Nacht: Einigung in Athen in Sicht
38-jähriger Familienvater stirbt bei Lawinenunfall am Pilatus
3D-Drucker erstellt Objekte auf Knopfdruck
CS mit Verlust im vierten Quartal – Gewinneinbruch im Gesamtjahr
UNO erwägt gemeinsame Beobachtermission mit Arabern in Syrien
Kein Käse: Schweizer Produkte trotz Frankenstärke beliebt
Bis heute Mittag: Ultimatum der Kreditgeber an Athen
Klirrender Frost krallt sich in ganz Europa fest
Russland unterstützt Assad – Lawrow gefeiert
Hersteller will Preis für Gripen senken
AKW Mühleberg notfallmässig abgeschaltet
Der Schweiz droht der Verkehrsinfarkt
Morden in Syrien geht weiter – Homs unter Raketenbeschuss















P. D., Esslingen am Neckar
)
(Peterle
Verfasst am: 6.9.2010 8:24
Es drohen Neuwahlen
Na da werden sich die Italiener aber freuen,... mehr
Zustimmen — 6 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten