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ETA - Bomben für ein unabhängiges Baskenland
Die baskische Untergrundorganisation ETA strebt die Unabhängigkeit des Baskenlands in Nordspanien und Südwestfrankreich an. Die Namensbuchstaben der 1959 ins Leben gerufenen Gruppierung stehen für «Euskadi Ta Azkatasuna», was in der baskischen Sprache «Das Baskenland und seine Freiheit» bedeutet.
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Nach ihrer Gründung zur Zeit der Franco-Diktatur (1939-1975) trat die ETA zunächst für die Bewahrung der vom Militärregime unterdrückten baskischen Kultur ein. Später entwickelte sie sich zu einer terroristischen Gruppe, die ungeachtet der Demokratisierung Spaniens nach der Unabhängigkeit des Baskenlands strebt.
Zu diesem Zweck beging sie Attentate auf ranghohe Vertreter des spanischen Staates und verübte auch Anschläge auf zivile Einrichtungen. Über 830 Menschen fielen seit 1968 dem ETA-Terror zum Opfer, auf den die spanische Bevölkerung mit Empörung und zahlreichen Grossdemonstrationen reagierte.
Eine der spektakulärsten Aktionen war 1973 die Tötung des spanischen Ministerpräsidenten Luis Carrero Blanco. 1987 gab es bei einem Anschlag auf ein Kaufhaus in Barcelona mit 21 Toten die bisher meisten Toten.
Seit 1979 autonome Region
Im März 2006 rief die ETA eine erste Waffenruhe aus. In geheimen Friedensverhandlungen mit der Regierung in Madrid blieb sie jedoch kompromisslos, im Dezember scheiterten die Gespräche.
Die seit 1979 autonome Region Baskenland in Spanien besteht aus den Provinzen Guipuzcoa, Vizcaya und Alava. Das spanische Baskenland ist 7261 Quadratkilometer gross. Es hat rund 2,1 Millionen Einwohner.
Auch im Südwesten Frankreichs gibt es ein Baskenland, das nach dem Selbstverständnis der ETA Teil eines unabhängigen baskischen Staates sein müsste.
(apn/stom)
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