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Chile: Kumpel sprechen per Bildtelefon mit Angehörigen
«Man hätte sie so gerne direkt aus dem Bildschirm geholt!» Dank einem Bildtelefon können die Angehörigen den seit einem Monat eingeschlossenen Minenarbeitern erstmals in die Augen sehen. Zuspruch erhielten die in 700 Meter Verschütteten auch von Überlebenden eines früheren Unglücks.
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«Sie sahen gut aus. Sie konnten uns nicht sehen, aber wir wollten sie sehen», erzählte Antonia Godoy, Mutter des eingeschlossenen Bergmanns Richard Villarroel, im chilenischen Fernsehen. «Es war sehr aufwühlend. Man hätte sie so gerne direkt aus dem Bildschirm geholt!»
Zuspruch von Überlebenden des «Wunder der Anden»
Neue Motivation erhielten die 33 Verschütteten auch von vier Überlebenden eines früheren Unglücks, das als «Wunder der Anden» bekannt wurde. Sie sprachen erst mit Präsident Sebastian Pinera und reisten dann zum Bergwerk San José in die Atacama-Wüste.
Sie überbrachten den Bergleuten ihre Botschaft: «Wenn dies alles ausgestanden ist und Jahre vergangen sind, werden euch die jetzigen Probleme angesichts der Freude am Leben wie eine Nebensächlichkeit erscheinen.»
Das «Wunder der Anden»
Bei einem Absturz eines Flugzeuges in den schneebedeckten Anden haben von 45 Personen 16 überlebt. Die 40 Passagiere gehörten zu einer uruguayanischen Rugby-Mannschaft. Sie warteten 72 Tage auf Rettung, und einige waren gezwungen, das Fleisch ihrer verstorbenen Freunde zu essen, um am Leben zu bleiben. Die Geschichte wurde im Buch «Alive» sowie im gleichnamigen Film festgehalten.
«Ihre Geschichte ist schöner als unsere», sagte Jose Inciarte. «Bei ihnen haben alle überlebt.» Die Uruguayaner waren besonders beeindruckt von der Tapferkeit der Minearbeiter.
Die Bergleute sind seit dem Einsturz eines Tunnels am 5. August eingeschlossen. Laut Behörden könnte es noch bis zu vier Monate dauern, bis ein Rettungsschacht zu den Männern in der Tiefe gebohrt ist.
Video des Alltags der Verschütteten
Die Lebensbedingungen in der grossen Tiefe sind äusserst hart: Hohe Luftfeuchtigkeit, Hitze um die 35 Grad, Luftmangel und Dunkelheit. Und die lange Ungewissheit, ob die Rettung tatsächlich klappen wird.
Dennoch sind die Bergleute guten Mutes. Durch enge Versorgungsröhren erhalten sie Nahrung, Wasser, Medikamente und sogar Feldbetten und Kleidung. Ein Video zum Alltag in 700 Meter Tiefe sehen sie hier.
(agenturen/buev)
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