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Tony Blair mit Eiern und Schuhen beworfen
Bei der ersten Signierstunde für seine Memoiren ist Tony Blair in Dublin mit Eiern und Schuhen beworfen worden. Etwa 200 Kriegsgegner protestierten vor der Buchhandlung in der irischen Hauptstadt.
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Als der ehemalige britische Premierminister aus seinem Auto stieg, regnete es Eier und Schuhe. Blair wurde jedoch nicht getroffen. Während der streng abgesicherten Autogrammstunde gingen die Proteste draussen weiter. Die Demonstranten versuchten, eine Polizeiabsperrung zu durchbrechen.
Mehrere Geschäfte schlossen wegen der Aufruhr ihre Türen und liessen Gitter herunter. Die Polizei sperrte Zugänge zu der Einkaufsstrasse ab, in der die Buchhandlung liegt. Die Demonstranten riefen «Tony Blair - Kriegsverbrecher» oder «Blut an Deinen Händen».
Demonstranten machen ihrem Unmut immer wieder Luft. Blair ist nicht der erste Politiker, dem ein Gegenstand entgegen flog. Ein Souvenir bricht Berlusconis Nase. Schuhe verpassen knapp George W. Bush. Auch Schweizer Politiker werden nicht vor Attacken verschont.
Blair rechnet mit Brown ab
Der einstige britische Premier und langjährige Chef der sozialdemokratischen Labour-Partei hatte am Mittwoch seine Biografie «A Journey» («Eine Reise») veröffentlicht, in der er unter anderem seine Entscheidung für den Einmarsch der Briten in den Irak im Jahre 2003 verteidigt.
In dem Buch rechnet er ausserdem mit seinem Nachfolger Gordon Brown ab und schreibt detailliert über den Friedensprozess in Nordirland.
In einem Interview zur Buchpräsentation wies Blair Vorwürfe zurück, die Invasionen im Irak und in Afghanistan hätten die Radikalisierung von Muslimen verschärft. Der radikale Islam sei die grösste Bedrohung für die weltweite Sicherheit, sagte Blair dem britischen Sender BBC.
Vom Irak bis zur Queen - Blairs Biografie
IRAKKRIEG: Blair beharrt darauf, dass die Entscheidung zum Einmarsch in den Irak 2003 richtig gewesen sei. Es wäre seiner Ansicht nach ein «grösseres Sicherheitsrisiko» gewesen, Diktator Saddam Hussein an der Macht zu lassen.
GORDON BROWN: Blair bescheinigt dem früheren Schatzkanzler Gordon Brown «null emotionale Intelligenz». Er sei «unerträglich» gewesen, die Zusammenarbeit mit ihm eine regelrechte Qual.
NEW LABOUR: Nach Blairs Ansicht ist seine Partei bei den Wahlen im Frühjahr dieses Jahres vor allem deshalb gescheitert, weil sie das Konzept von New Labour fallengelassen habe. Blair hatte seine Partei in den 1990er Jahren unter dem Slogan New Labour stärker in die politische Mitte geführt und sich dabei unter anderem für einen freien Markt eingesetzt.
GEORGE W. BUSH: Blair musste sich vor allem während des Irakkriegs den Spitznamen «Bushs Pudel» gefallen lassen. In seinen Memoiren sagt er nun, er habe den damaligen US-Präsidenten gemocht und bewundert. Bush habe «politischen Mut» und sei auf «eine bizarre Art» ein «echter Idealist».
ALKOHOL: Blair gibt offen zu, sich zeitweise Sorgen wegen seines eigenen Alkoholkonsum gemacht zu haben.Er habe zwar nie «exzessiv» gebechert, aber manchmal sei er sich nicht mehr sicher gewesen, ob der Alkohol ihm gut tue oder ihm schade. «Mir war klar, dass er eine Stütze geworden war», schreibt Blair.
QUEEN: Einen seltenen Einblick in das Leben der britischen Königsfamilie gibt Blair, wenn er von einem Essen bei den Windsors berichtet. Es sei auch für ihn extrem ungewohnt gewesen, dass die Queen persönlich das Geschirr eingesammelt und zum Spülbecken getragen habe.
(sda/apn/sf/weis)
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A. Ka, Iraq
)
(an.ka
Verfasst am: 5.9.2010 9:58
Und?
Wieviele Menschen wurden durch Saddam und sein... [2] mehr
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J. Simon, Bern
Verfasst am: 4.9.2010 22:11
Ja - ......
und irgendwo war zu lesen gewesen, immer gut für... mehr
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N. horni, münchenstein
)
(duusel
Verfasst am: 4.9.2010 19:02
das kommt davon
wen schuh und eier sowie souvenier verkäufer... mehr
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