Schweiz
Gedämpfte Hoffnung auf Klima-Abkommen
In drei Monaten findet in Cancun der Welt-Klima-Gipfel statt. Dieser wird nach Einschätzung der mexikanischen Aussenministerin Patricia Espinosa nicht zu einem verbindlichen Klimaabkommen führen. Bundesrat Moritz Leuenberger zog zum Abschluss der Vorbereitungskonferenz dennoch eine positive Bilanz.
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Der Welt-Klima-Gipfel in Cancun wird nach Einschätzungen der mexikanischen Aussenministerin Patricia Espinosa nicht zu einem verbindlichen Klimaabkommen führen. Das Ziel sei es vielmehr, bei der Klima-Frage kleine Fortschritte zu erreichen.
«Jedes Land hat sehr unterschiedliche Bedürfnisse und Interessen», sagte Espinosa vor Journalisten in Genf. Erst 2011 oder später könnte ein umfassendes Abkommen anggestrebt werden, erklärte Espinosa weiter.
Leuenberger zeigt sich optimistisch
Auch der schweizerische Umweltminister Moritz Leuenberger, Gastgeber des Genfer Klima-Treffens, erklärte, dass die Weltgemeinschaft nicht länger darauf dringe, eine Nachfolgeregelung des Kyoto-Abkommens aus dem Jahr 1997 zu vereinbaren.
Es habe aber einen Konsens über die Schaffung des Klimafonds gegeben, sagte Leuenberger. «Wir hatten eine offene und positive Diskussion.» Insbesondere seien das Vertrauen zwischen den einzelnen Ländern gestärkt worden.
Ärmere Länder eher bereit für Abkommen
Reiche Länder - darunter die USA - haben die Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls abgelehnt und verlangen, dass sich aufstrebende Schwellenländer wie China und Indien an den klimapolitischen Bemühungen zur Reduzierung des CO2-Ausstosses beteiligen.
Die ärmeren Länder sind wiederum nur zu einem verbindlichen Abkommen bereit, wenn sie bei der Umstellung auf grüne Umwelttechnologien finanzielle Unterstützung erhalten.
Beim Weltklimagipfel in Kopenhagen Ende Dezember 2009 wurde kein Durchbruch erzielt.
(dapd/rucf)
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