International
Hurrikan «Earl» zieht an US-Ostküste vorbei
Die Küstenbewohner des US-Festlandes können vorerst aufatmen: Hurrikan «Earl» hat inzwischen wieder an Kraft verloren und wird in die Kategorie 2 zurückgestuft. Zudem soll er etwa 100 Kilometer abseits der Ostküste nach Norden ziehen.
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Mit starkem Wind, Regen und hohem Wellengang fegten Ausläufer von Hurrikan «Earl» an die Küste des US-Bundesstaats North Carolina. Jedoch wurde die Situation weniger dramatisch als vermutet, da der Hurrikan erneut an Stärke verlor und nur noch Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 Kilometer aufwies. Zudem mied er das Festland und bewegte sich über dem Atlantik parallel zur Küste nordwärts.
Über 30'000 Anwohner von Outer Banks, einer Inselgruppe vor North Carolina, mussten jedoch evakuiert werden. Viele der Anwohner hatten ihre Türen und Fenster verbarrikadiert. Die Wellenhöhe betrug zeitweise bis zu 10 Meter. In der Region hatte Hurrikan «Floyd» 1999 das Leben von 50 Personen gefordert.
Grösster Hurrikan an Nordostküste seit 1991
Laut Experten soll der Hurrikan währen der nächsten 24 bis 36 Stunden weiter an Kraft verlieren, jedoch bleibt er der grösste Hurrikan an der nördlichen Ostküste seit «Bob» 1991.
Weiter nördlich, in den US-Staaten Massachusetts und Rhode Island, wurde wie bereits in North Carolina, Virginia und Maryland der Notstand ausgerufen.
Die Küstenbewohner werden zur Vorbereitung einer möglichen Evakuation aufgerufen. «Die Leute sollen jetzt packen, um bereit zu sein, und nicht zuwarten in der Hoffnung, es werde besser», sagte ein Mitarbeiter der Nationalen Agentur für Notfall-Management.
«Earl» war am Mittwoch von der Kategorie vier auf drei zurückgestuft worden, hatte am Donnerstag aber wieder auf die zweithöchste Sturmstufe zugelegt, bevor er am Freitag wieder auf Stärke 2 zurückgestuft wurde. Er war in den vergangenen Tagen über die Inseln der nordöstlichen Karibik hinweggezogen und soll am Samstag das kanadische Festland erreichen.
(ap/buev)
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