Schweiz
IV-Detektive in Kosovo für die Schweiz wieder aktiv
Die Schweiz lässt in Kosovo wieder IV-Rentner observieren. Einen früheren Versuch hatte die Schweiz abgebrochen, nachdem die Ermittler bedroht worden waren.
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Nun sind wieder IV-Detektive im Einsatz: Seit Dezember 2009 observiere ein neuer Partner für die Schweiz verdächtige IV-Rentner in Kosovo, sagte IV-Sprecher Harald Sohns in einem auf der Website «Tagesanzeiger.ch/Newsnetz» veröffentlichten Interview.
Wer mit den Observierungen beauftragt ist, geben die Behörden nicht bekannt. Offen bleibt auch, wie viele Ermittler im Einsatz stehen. Es seien nicht Dutzende, sagte Sohns. «Mit diesen Vorstellungen muss man mal aufräumen.»
Laut Sohns suchen die IV-Detektive im Rahmen von rechtsstaatlichen Regeln nach Informationen. Sie seien bisher nicht bedroht worden. «Mir ist wichtig zu sagen: Es ist nicht Wildwest dort, wir sind auch nicht in einem Mafiafilm.»
Sohns betont, dass es sich bei den IV-Betrügern im Kosovo um «wenige Einzelfälle» handle. In das Land gehen seinen Angaben zufolge rund 90 IV-Hauptrenten und 300 Kinderzusatzrenten.
Neurentner aus Kosovo erhalten Renten nur noch in der Schweiz
Die Invalidenversicherung (IV) geht seit August 2008 offensiv gegen IV-Betrüger im Ausland vor. In Thailand und im Kosovo startete sie Pilotversuche mit verdeckten Ermittlungen durch spezialisierte Firmen. Im Kosovo wurden die Ermittlungen aber nach Drohungen wieder eingestellt.
Neurentner kosovarischer Nationalität erhalten seit dem Frühjahr nur noch AHV- und IV-Renten, wenn sie in der Schweiz wohnen. Ihre Renten werden nicht ins Ausland überwiesen. Die Schweiz hatte beschlossen, das Sozialversicherungsabkommen mit dem Kosovo nicht zu erneuern. Wann ein neues abgeschlossen wird, ist laut dem IV-Sprecher nicht absehbar.
(sda/coro)
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