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Genfer Klimadialog: Staaten diskutieren Frage der Finanzen

Donnerstag, 2. September 2010, 20:03 Uhr, Aktualisiert 21:12 Uhr

Vertreter aus 45 Ländern diskutieren in Genf die langfristige Finanzierung der Klimapolitik. Ziel der Gespräche sei es, offen über das für die Klimaverhandlungen zentrale Thema zu reden, sagte Bundesrat Moritz Leuenberger in seiner Eröffnungsrede in Genf.

Bild 45 Vertretern sitzen in einem Sitzungszimmer in Genf.
Vertreter aus 45 Ländern sind am Treffen in Genf dabei. sf

Das informelle Treffen solle dazu beitragen, mit Blick auf die Finanzierungsfrage ein gemeinsames Verständnis zu schaffen und einen Konsens zu finden. Entscheide würden keine gefällt, stellte Leuenberger klar. Die Gespräche finden auf Einladung Mexikos und der Schweiz statt.

«Es sind unglaubliche Mittel, die hier anfallen. Diejenigen, die sie am nötigsten haben, können am wenigsten Geld aufbringen und sind am wenigsten schuld an der Klimaveränderung», sagte Leuenberger gegenüber der «Tagesschau».

Moritz Leuenberger wirbt in Genf für das Verursacher-Prinzip. (Tagesschau vom 02.09.2010)

Geregelte Finanzen seien deshalb eine zentrale Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss des Weltklimagipfels in Mexiko.

Unter anderem wollen die Staaten darüber reden, woher das Geld kommen soll, wie ein neuer Klimafund aussehen und wie der Zugang und die Verteilung des Geldes geregelt werden könnte. Leuenberger präsidiert die Gespräche zusammen mit der mexikanischen Aussenministerin Patricia Espinosa.

UNO erinnert Staaten an Zusagen

Kurz vor Beginn der Vorbereitungskonferenz erklärte die Leiterin des UNO-Klimasekretariats, die UNO erwarte ungeachtet der Finanzkrise eine den Entwicklungsländern zugesagte Anschubfinanzierung für den Klimaschutz. Die Ausstattung der Entwicklungsländer sei der Schlüssel für Fortschritte, sagte Christiana Figueres in Genf.

Auf dem Klimagipfel in Kopenhagen hatten die Staaten vereinbart, dass die reicheren den Entwicklungsländern kurz- und langfristig Geld überweisen, um die Folgen des Klimawandels abzufedern. Als Anschubfinanzierung sollen 30 Milliarden Dollar aufgebracht werden. Bis 2020 sollen es sogar 100 Milliarden Dollar im Jahr sein.

Versprochenes Geld auf den Tisch

Ob letztlich die 100 Milliarden reichen würden, werde die Zeit zeigen, sagte Figueres. «Aber diese Summe wäre nur das Minimum. Wir müssen sicherstellen, dass das Geld zusammen- und auf den Tisch kommt.»

Nächste Verhandlungsetappe ist im Oktober in Tianjin (China). Ende November kommt es dann im mexikanischen Cancún zur 16. Konferenz der Mitgliedsstaaten der UNO-Klimakonvention.

(sda/godc)

Kommentare aktiv...

P. D., Esslingen am Neckar
(Peterle Mann)
Verfasst am: 4.9.2010 10:03

Außer vieler heißer Luft

wird dabei nicht herauskommen. Die andere... mehr

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U. Rothenbuehler, Bern
(Arcus5 Mann)
Verfasst am: 2.9.2010 21:53

Aha.. wieder gehts ums Geld

Ja, es wird wohl nie aufhören, da werden... mehr

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G. Kiechler, Münster
(Gery Mann)
Verfasst am: 2.9.2010 20:51

Moritz kann`s nicht lassen...

.. was führt er noch im Schilde? Vermutlich hat... mehr

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