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Sexsymbol der 70er wird 70

Donnerstag, 2. September 2010, 3:24 Uhr

Raquel Welch im Bikini. Ein Anblick, der bis heute unvergessen blieb. Mit ihrer Paraderolle in einem Film, der in der Steinzeit spielt, schaffte es Welch vor 40 Jahren zur beliebtesten Besetzung für Bikini-Rollen. Am 5. September feiert das ewige Sexsymbol ihren 70. Geburtstag.

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Raquel Welchs Auftritt als Höhlenmädchen Loana im prähistorischen Bikini in «Eine Million Jahre vor unserer Zeit» (1966) katapultierte sie zum Sex-Symbol der 60er- und 70er-Jahre. Ihre feurigen Samtaugen und ihr kastanienbraunes Haar überzeugten allerdings mehr als ihr schauspielerisches Talent.

Obwohl Welch, die als Jo Raquel Tejada in Chicago zur Welt kam, mit vielen Hollywood-Grössen wie James Stewart und Frank Sinatra drehte, wartete sie Zeit ihres Lebens vergeblich auf den ganz grossen Durchbruch.

Ihr Sexsymbol-Image war schuld daran. Denn viele Magazintitel feierten vor allem ihre Kurven. 1966 wurde sie vom US-Magazin Life zur «meist fotografierten Frau des Jahres» gekürt. In späteren Jahren versuchte sie vergeblich, das Image der Erotik-Queen wieder loszuwerden.

Trotz sexy Image, ihre Gagen konnten sich sehen lassen: Bis zu einer Million Dollar strich sie bereits in den 60er-Jahren ein und investierte das Geld in ihre eigene Produktionsfirma. Ihr komödiantisches Talent bewies sie in dem Streifen «Die drei Musketiere», für den sie 1973 mit einem Golden Globe ausgezeichnet wurde. Danach ging es allerdings bergab mit der Filmkarriere.

Während der Dreharbeiten zu John Steinbecks «Cannery Row» musste sie 1980 auf Betreiben der Studio-Bosse die Hauptrolle an ihre Kollegin Debra Winger abgeben. Sie klagte, bekam recht und 11 Millionen Dollar als Entschädigung für die nachhaltig beschädigte Karriere zugesprochen. Ihr Einsatz wurde in der Filmbranche allerdings nicht goutiert. Das Urteil bedeutete gleichzeitig ihre Entlassung in den Vorruhestand.

Viermal im Hafen der Ehe

Ihr englischer Nachname stammt von ihrem Schulfreund James Westley Welch, dem ersten von insgesamt vier Ehemännern. Nach wenigen Jahren und zwei Kindern hatte sie bereits die Nase voll von ihrem Namensgeber. Sie liess sich scheiden und schlug sich als Fotomodell, Cocktail-Kellnerin und Wetter-Fee bei einer TV-Station durch. 1964 erhielt sie eine erste bescheidene Rolle in dem Elvis-Presley-Film «Roustabout».

Heute ist sie nach der vierten Scheidung, diesmal von dem 15 Jahre jüngeren Pizzabäcker Richard Palmer, wieder solo. «Ich kann es nicht ausstehen, wenn mein Ehemann mich betrügt. Ich bin schliesslich Raquel Welch, verstanden?», lautet eines ihrer berühmtesten Zitate.

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«Ich bin schliesslich Raquel Welch, verstanden?»
Raquel Welch

An Selbstbewusstsein fehlt es ihr bis heute nicht. Denn Schönheit ist schliesslich keine Frage des Alters. «Natürlich habe ich nicht mehr dieselbe Kleidergrösse wie früher. Aber ich trage immer noch enge Jeans und finde, dass ich toll darin aussehe! Nach wie vor!», sagte sie noch 2007.

Playboy-Herausgeber Hugh Hefner, der sie «magisch» anziehend fand, setzte sie auf seiner Liste der «100 Sexiest Stars» des Jahrhunderts immer noch auf Platz drei. Dass sie sich im Alter ihre legendäre Ausstrahlung bewahrt hat, zeigte sie zuletzt in dem Film «Natürlich Blond» (2001) an der Seite der Schauspielerin Reese Witherspoon.

(sda/godc)

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O. toneatti, bern
(olgar Mann)
Verfasst am: 6.9.2010 20:29

Wenn ein Mensch, wie diese Frau,

ausser ihrem Körper, talentfrei ist, wird sie... mehr

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