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Ziel eines «unabhängigen, palästinensischen Staates»

Donnerstag, 2. September 2010, 3:20 Uhr

Startschuss in eine neue Runde von direkten Friedensgesprächen im Nahen Osten: Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas hat vor der offiziellen Wiederaufnahme der Gespräche mit den Israelis zu einem Ende der Gewalt aufgerufen. «Wir wollen nicht, dass Blut vergossen wird», sagte er in Washington. US-Präsident Barack Obama hegt grosse Hoffnungen in dieses Treffen und wünscht sich einen «unabhängigen, demokratischen und lebensfähigen palästinensischen Staat».

Obama wandte sich dabei dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu zu. Dieser sagte in Anwesenheit von Abbas, US-Präsident Barack Obama sowie Ägyptens Präsident Husni Mubarak und dem jordanischen König Abdullah II.: «Ich werde nicht zulassen, dass Terroristen unseren Weg zum Frieden blockieren.»

Bild Mubarak, Obama, Netanjahu und Abbas gehen gemeinsam.
Nach fast zweijähriger Eiszeit sind wieder direkte Friedensgespräche aufgenommen worden. reuters


Allerdings zeigten die Vorfälle im Westjordanland, dass ein Frieden im Nahen Osten nur auf Sicherheit fussen könne. Im Westjordanland waren am Dienstag vier jüdische Siedler, darunter eine schwangere Frau, erschossen worden. Bei einem ähnlichen Vorfall wurden zwei Israelis verletzt.

Obama grüsst.

Obamas Anlauf

Trotz vorsichtigem Optimismus zum Auftakt der Friedensgespräche herrscht hinter vorgehaltener Hand durchaus auch Skepsis.

Wo liegen die grössten Gefahren für die Mission Obamas im Nahen Osten?

Mehr dazu hier.

Die beiden Vorfälle überschatteten den Nahost-Gipfel in Washington, bei dem Abbas und Netanjahu nach fast zweijähriger Eiszeit wieder direkte Friedensgespräche aufnehmen.

Einschätzungen zum Anschlag im Westjordanland von Pascal Weber, SF-Korrespondent in Tel Aviv (Tagesschau vom 02.09.2010)

Obama fordert unabhängigen palästinensischen Staat

US-Präsident Barack Obama hat Israelis und Palästinenser aufgefordert, die Chance auf einen Frieden im Nahen Osten nicht verstreichen zu lassen. «Diese Gelegenheit wird vielleicht nicht so schnell wiederkommen», sagte Obama. Nach einem Treffen mit Netanjahu trat er gemeinsam mit dem israelischen Regierungschef vor die Medien.

Palästinensischer Präsident Abbas fordert Ende der Gewalt

Am Ende der Verhandlungen müsse es eine Einigung auf einen «unabhängigen, demokratischen und lebensfähigen palästinensischen Staat» geben, «der in Frieden und Sicherheit Seite an Seite mit einem jüdischen Staat Israel und seinen Nachbarn» existiere.

Israel hält an Siedlungsbau fest

Der Auftakt der Gespräche begann wenig verheissungsvoll. Der israelische Regierungschef Netanjahu schloss eine Verlängerung des Siedlungsstopps im Westjordanland aus.

Mehr Informationen dazu hier.

(sda/koua)

Kommentare aktiv...

G. rud.v.rohr, adliswil
(shahan Frau)
Verfasst am: 2.9.2010 14:45

Jeder Tote ist einer zuviel...

jedoch die Gegner dieser Friedensgespräche sind... mehr

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P. D., Esslingen am Neckar
(Peterle Mann)
Verfasst am: 2.9.2010 7:46

Es spricht so vieles gegen den Frieden

im Nahen Osten. Da wäre die israelische... mehr

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