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Die SBB schreibt weiterhin schwarze Zahlen

Mittwoch, 1. September 2010, 10:31 Uhr, Aktualisiert 15:01 Uhr

Gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres konnte die SBB das Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2010 um 25 Prozent auf 165,9 Mio. Franken steigern - nicht zuletzt dank des Vulkanausbruchs auf Island.

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Schwarze Zahlen für die SBB - doch der Bereich Cargo bleibt eine Baustelle. keystone

Der Vulkanausbruch hatte im Frühling verbreitet den Flugverkehr lahmgelegt, wovon die Bahn durch Mehrverkehr profitieren konnte. Zum guten Ergebnis beigetragen haben auch der Immobilienbereich (+131,3%) und der Personenverkehr (+10,3%). Bei der Infrastruktur konnte das Defizit um 58% auf 11,2 Mio. Franken gesenkt werden.

Noch mehr Stammkunden

Ende Juni 2010 waren 405'000 Generalabos (+5,7%) und fast 2,3 Millionen Halbtaxabos (+2,3%) im Umlauf. Nach Aussage von CEO Meyer sind GAs für die SBB aber nicht besonders rentabel. Wer täglich zwischen Zürich und Bern pendle, habe das Abo nach bereits zwei Monaten amortisiert.

Die Zahl der von den Kunden zurückgelegten Kilometer stieg auf rekordmässige 8,505 Milliarden (+4,1%). Noch nie wurden im Personenverkehr mehr Reisende und mehr Personenkilometer verzeichnet.

Weiterhin düster sieht es bei SBB Cargo aus. Gegenüber dem Vergleichsperiode des Vorjahres verdoppelte sich das Defizit auf fast 50 Mio. Franken - obwohl die Leistung um 17,5% zunahm. Die SBB führt die roten Zahlen in erster Linie auf den schwachen Euro-Kurs sowie Mehrkosten für den Rollmaterialunterhalt zurück.

SBB-CEO Andreas Meyer im Interview

«Besorgniserregende Entwicklung bei der Verschuldung»

Das insgesamt erfreuliche Halbjahresresultat kann laut SBB nicht über die «besorgniserregende Entwicklung bei der Verschuldung» hinwegtäuschen. Diese erhöhte sich unter anderem wegen aufgenommener Darlehen zur Sanierung der SBB-Pensionskasse und der Investitionen in neues Rollmaterial.

Für die Sanierung der SBB-Pensionskasse schoss das Unternehmen 938 Mio. Franken ein. Es rechnet damit, dass die verzinsliche Verschuldung von heute 8,1 Mrd CHF bis 2013 auf rund 9,7 Mrd. Franken ansteigen wird.

(sda/sf)

Kommentare aktiv...

C. Kirk, Klingonia
(Bulldozer Mann)
Verfasst am: 2.9.2010 20:24

kein Wunder

Wenn ich ab und zu mal ein Zug fahre und auch... mehr

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