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International

Washington legt bei Stammzellenforschung Berufung ein

Mittwoch, 1. September 2010, 10:32 Uhr

Ein Stopp der staatlichen Förderung der Stammzellenforschung könnte «irreparablen Schaden» zufügen. Diese Haltung vertritt die US-Regierung und hat deshalb Berufung gegen ein Gerichtsurteil eingelegt, das die staatliche Förderung der Forschung an embryonalen Stammzelllen untersagt.

Die US-Regierung fordert ausserdem, die Umsetzung des Urteils auszusetzen, solange das Berufungsverfahren läuft. Damit soll verhindert werden, dass laufende Projekte gestoppt werden müssten und Jahre wissenschaftlichen Fortschritts zunichte gemacht würden.

Bild Ein Wissenschafter arbeitet an einem geschützten Platz mit Stammzellen.
Die Nutzung embryonaler Stammzellen ist ethisch umstritten. reuters

Die staatliche Förderung der Stammzellenforschung zu stoppen würde bedeuten, Millionen sehr schwer Kranker oder Verletzter, die von der Forschung profitieren könnten, «irreparablen Schaden» zuzufügen, heisst es in dem Antrag.

Anfang vergangener Woche hatte ein Gericht in Washington in einer einstweiligen Verfügung den vorläufigen Förderstopp verfügt. Die Kläger, darunter mehrere christliche Organisationen, hatten argumentiert, dass die derzeitige Praxis gegen Gesetze verstösst, nach denen es untersagt ist, Forschung finanziell zu unterstützen, bei der menschliche Embryos zerstört werden.

Erst im März des vergangenen Jahres hatte Obama den Kurs seines Vorgängers George W. Bush in der Stammzellenforschung revidiert und angekündigt, dass die Forschung an embryonalen Stammzellen in den USA wieder mit staatlichen Mitteln unterstützt und vorangetrieben werden solle.

Forscher hoffen, dass embryonale Stammzellen in der Zukunft bei der medizinischen Behandlung schwerer Krankheiten möglicherweise als Ersatzmaterial dienen könnten - denn embryonale Stammzellen sind «pluripotent», das heisst sie können sich zu jedem Zelltyp des menschlichen Organismus entwickeln.

Die Nutzung embryonaler Stammzellen ist aber ethisch stark umstritten, weil dazu Zellen aus Embryonen entnommen werden, die künstlich erzeugt wurden, dann aber keiner Frau eingepflanzt werden. Gegner der embryonalen Stammzellenforschung argumentieren, dass menschliches Leben bereits mit der Befruchtung der Eizelle beginne.

(sda/stom)

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P. D., Esslingen am Neckar
(Peterle Mann)
Verfasst am: 2.9.2010 11:03

Immer wieder Ärger

mit diesen frömmelnden Organisationen. Die... mehr

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