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Tony Blair rechnet mit Erzrivalen Gordon Brown ab

Mittwoch, 1. September 2010, 2:58 Uhr, Aktualisiert 17:09 Uhr

«Unerträglich», «schwierig», «null emotionale Intelligenz»: Mit diesen Worten rechnet der frühere britische Premier Tony Blair in seinen Memoiren mit seinem Nachfolger und einstigen innerparteilichen Erzrivalen Gordon Brown ab. Blair verteidigt in seinen Memoiren auch den Irak-Krieg und begründet seine Bewunderung für Ex-US-Präsident Georg W. Bush.

Tony Blair veröffentlicht seine Memoiren und rechnet darin mit seinem Nachfolger Gordon Brown ab. (Tagesschau vom 01.09.2010)

Im neu erschienenen Buch «A Journey» (»Eine Reise») schreibt Blair, Browns Zeit an der Regierungsspitze sei «eine Katastrophe» gewesen. Es sei von Anfang an «unklug» gewesen, dass ihn Brown als Premierminister ersetzt habe: «Es konnte nicht funktionieren.» Der Schritt sei «weder politisch vernünftig noch demokratisch» gewesen.

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Tony Blair nimmt bei seiner Kritik an Gordon Brown kein Blatt vor den Mund. reuters

Brown, bis dahin Finanzminister, übernahm im Jahr 2007 von seinem ewigen Rivalen Blair zunächst den Parteivorsitz und dann das Amt des Regierungschefs. Im Nachhinein sei es leicht zu behaupten, er habe den Machtwechsel verhindern müssen; zu jener Zeit sei dies «nahezu unmöglich» gewesen, schreibt Blair.

«Politisches Kalkül: ja. Politische Gefühle: nein. Analytische Intelligenz: absolut. Emotionale Intelligenz: null.»
Tony Blair über seinen Nachfolger Gordon Brown

Dass Brown die Nachfolge Blairs antreten sollte, hatte seit langem festgestanden. Der zunehmend unpopuläre Blair löste sich aber nur zögernd von dem Amt, das er gut zehn Jahre innehatte. Blair gewann drei Parlamentswahlen in Folge, Brown verlor im Mai dieses Jahres gleich seine erste. In der drei Jahre währenden Amtszeit Browns hatte Blair sich öffentliche Kritik an seinem Nachfolger verboten.

Tony Blair über Gordon Brown

In den Memoiren holt er dies nun nach: «Politisches Kalkül: ja. Politische Gefühle: nein. Analytische Intelligenz: absolut. Emotionale Intelligenz: null.» Blair schreibt aber auch, er habe nie den Respekt vor der «Stärke, Fähigkeit und Brillanz» von Brown verloren. Brown sei der beste Finanzminister gewesen, den Grossbritannien je gehabt habe.

«Unendlich betrübt» über die vielen Toten im Irak-Krieg

In «A Journey» verteidigt Blair auch seine Entscheidung, 2003 gemeinsam mit den USA in den Krieg gegen den Irak zu ziehen. «Ich kann die Entscheidung nicht bedauern», schreibt er. Es wäre damals ein grösseres Sicherheitsrisiko gewesen, Saddam Hussein nicht zu stürzen.

Bild Porträt Blair
Tony Blair bedauert den Tod von Soldaten und Zivilisten. Der Krieg sei jedoch richtig gewesen. reuters

Gleichwohl sei er «unendlich betrübt» über die vielen Toten des Krieges - britische Soldaten, Verbündete, irakische Zivilisten, Diplomaten. Die Zeit nach dem Einmarsch sei «furchtbar» gewesen, er habe aber nie den «Albtraum» erwartet, der sich dann abgespielt habe.

Blair: Bush ist ein «echter Idealist»

Blair musste sich vor allem während des Irakkriegs den Spitznamen «Bushs Pudel» gefallen lassen. In seinen Memoiren sagt er nun, er habe den damaligen US-Präsidenten gemocht und bewundert. Zwar seien manche Leute geschockt, wenn er so etwas sage, aber er sehe in Bush einen der politischen Führer mit dem meisten Anstand. Bush habe grossen «politischen Mut» und sei auf «eine bizarre Art» ein «echter Idealist».

(apn/meip/coro)

Kommentare aktiv...

P. D., Esslingen am Neckar
(Peterle Mann)
Verfasst am: 2.9.2010 11:28

Tony Blair - der Kriegsverbrecher

gehört vor das Kriegsverbrechertribunal in Den... mehr

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W. Kathriner, Sarnen
(A. Mann)
Verfasst am: 1.9.2010 23:25

zum kotzen, was ich damals schrieb gilt Heute noch

Hitler war ein grössenwahnsinniger ***** Bush... mehr

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W. Blatter

Verfasst am: 1.9.2010 22:32

Verbrecher

Ob nun England, USA, Israel, und diverse andere... mehr

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