International
Rettungsaktion für Kumpel in Chile unterbrochen
Die Bohrung eines Rettungsschachtes für die 33 in einem chilenischen Bergwerk eingeschlossenen Kumpel ist bei einer Tiefe von nur 20 Metern unterbrochen worden. Im bisher durchbohrten Gestein wurden Unregelmässigkeiten festgestellt. Knapp ein Monat nach dem Beginn des Grubenunglücks in Chile zeigt ein neues Video die Verfassung der eingeschlossenen Kumpel. Die 33 Bergleute wirken zuversichtlich und scheinen bei guter Gesundheit zu sein.
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Ein rund dreiminütiges Video aus der Kupfer- und Goldmine wurde von der Zeitung «El Mercurio» veröffentlicht. Die Kumpel wirken darin im Vergleich zu einem ersten Video aus der vergangenen Woche gestärkt und gut gelaunt.
Während die Männer vor fast einer Woche noch unrasiert, verschmutzt und mit blossen Oberkörpern in 700 Meter Tiefe in die Minikamera sahen, erscheinen sie nun rasiert, besser ernährt und tragen rote Hemden. In der Aufnahme ohne Ton winken sie in die Kamera und halten eine chilenische Flagge hoch.
Längste Verschüttung der neueren Geschichte
Am Mittwoch wurde ihnen auch erstmals eine warme Mahlzeit durch eine der engen Versorgungsröhren geschickt: Reis mit Hackfleisch oder mit Hähnchen. Bisher hatten sie belegte Brote, Joghurt, Wasser und Spezialnahrung erhalten.
Seit einem Stolleneinsturz am 5. August harren die Kumpel bereits seit 27 Tagen unter Tage aus. Das ist länger als bei allen anderen bekannten Grubenunglücken der neueren Geschichte.
Bohrung stockt nach 20 Metern
Die Rettungsarbeiten haben zwar begonnen, aber die Eingeschlossenen werden sich noch lange gedulden müssen, bis sie wieder ans Tageslicht gelangen: Die in der Nacht zum Dienstag begonnene Bohrung eines Rettungsschachtes ist auf drei bis vier Monate angelegt.
Zunächst wurde eine Pilotbohrung bis auf eine Tiefe von 15 Metern vorgenommen. Anschliessend sollte ein Bohrkopf aus Deutschland installiert werden, mit dem der aus Australien stammende Spezialbohrer Strata 950 in die Tiefe vorstossen soll. Die Bohrung musste jedoch nach 20 Metern bereits unterbrochen werden. Im bisher durchbohrten Gestein wurden Unregelmässigkeiten festgestellt.
Der leitende Ingenieur zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die Probleme behoben werden können. «Wir werden das tun, was wir festgelegt haben, die Innenwände (des Bohrlochs) mit Zement verschliessen und die Bohrung dann wieder aufnehmen», sagte er.
Experten uneinig
Nach Angaben aus Chile kommt der Bohrkopf innerhalb von 24 Stunden bis zu 20 Meter vorwärts. Deutsche Experten hatten hingegen betont, schon acht Meter pro Tag seien ein optimistischer Wert.
In der Endphase soll der Schacht 66 Zentimeter breit sein. Wenn alles nach Plan verläuft, werden die Arbeiter dann irgendwann vor Weihnachten einer nach dem anderen in einer engen Kapsel nach oben gezogen.
Experten der US-Raumfahrtbehörde NASA, die als Berater nach Chile gereist sind, rieten den chilenischen Behörden, sich gegenüber den Eingeschlossenen nicht auf einen genauen Termin für eine Rettung festzulegen. Die Amerikaner wollten vor allem dazu beitragen, dass die Kumpel angesichts der langen Wartezeit nicht verzweifeln.
Auch Psychologen warnen, die Situation der eingeschlossenen Kumpel vorsichtig einzuschätzen. Über die mögliche Achterbahn der Gefühle lesen sie mehr >hier.
(sda/fref/koua)
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P. noob, Fuqing
)
(noob
Verfasst am: 2.9.2010 11:38
Unter Tag zuhause
Ein chinesischer Kumpel hat sich nur untertag... mehr
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P. D., Esslingen am Neckar
)
(Peterle
Verfasst am: 2.9.2010 8:15
Die Eigentümer der Mine
lehnen jede Verantwortung ab, obwohl es schon zu... mehr
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