International
Mexiko feuert 10 Prozent der Bundespolizisten
Einer Säuberungsaktion bei der Bundespolizei sind 3‘200 Beamte zum Opfer gefallen. Sie seien ihren Aufgaben im Kampf gegen die Drogenkartelle «nicht gewachsen» gewesen, teilte das Innenministerium in einer Stellungnahme mit. Gleichzeitig kann die Regierung jedoch auch einen Erfolg vermelden: Mit Edgar Valdez alias «La Barbie» wurde einer der meistgesuchten Drogenbosse des Landes gefasst.
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Valdez ist damit bereits die zweite hochrangige Schlüsselfigur der Drogenkartelle, die den Fahndern dieses Jahr ins Netz gegangen ist. Der 32-Jährige liess sich ohne Gegenwehr in der Nähe von Mexico-City festnehmen. Den Beinamen «La Barbie» erhielt er von seinem ehemaligen Highschool-Footballtrainer wegen seines Aussehens, welche an Ken, den männlichen Gegenpart der Barbie-Puppe erinnere.
Dem in den USA geborenen Edgar Valdez droht möglicherweise die Auslieferung an sein Heimatland, wo er wegen Drogenhandels gesucht wird. Auf seine Ergreifung ist dort eine Belohnung in Höhe von 2 Millionen US-Dollar ausgesetzt.
Drogenfahnder kämpfen auch in den eigenen Reihen
Von einer Wende im Drogenkrieg kann jedoch nach wie vor nicht gesprochen werden. Die Drogenkartelle liefern sich einen gnadenlosen Kampf um die Kontrolle des Rauschgiftschmuggels in die USA, dem bisher mehr als 28‘000 Menschen zum Opfer fielen.
Die Regierung müht sich, aber das Problem sitzt oftmals auch in den eigenen Reihen. Korruption ist an der Tagesordnung; fast alle Drogenkartelle verfügen über Informanten und willige Helfer in den Reihen der Polizei.
Bundespolizei siebt aus
Das Innenministerium greift jetzt im Kampf gegen die Korruption in den eigenen Reihen hart durch. 3‘200 Beamte der Bundespolizei, fast 10 Prozent der Belegschaft, verlieren ihre Stelle, nachdem sie diverse Tests, u.a. mit Lügendetektoren, nicht bestanden hatten.
Die angeführten Gründe für die mangelnde Eignung zum Dienst im Kampf gegen den Drogensumpf reichen von banalen Sehschwächen über Drogenprobleme bis hin zum Vorwurf der Kollaboration mit den Drogenkartellen. Bei einigen Beamten seien Geldsummen vorgefunden worden, deren Herkunft «ungeklärt» sei.
Kritik an den USA
Im Fokus der Untersuchung von Schwachstellen im Krieg gegen die Drogenmafia steht jedoch auch zunehmend der nördliche Nachbar. Präsident Felipe Calderon hatte die USA vor zwei Wochen scharf gerügt, zu wenig «Ernsthaftigkeit» im Kampf gegen den Rauschgifthandel an den Tag zu legen.
Weder der Drogenschmuggel in die USA noch der Waffenschmuggel nach Mexiko würden von der US-Grenzwache wirksam unterbunden. Die USA geloben nun Besserung – ab Mitte der Woche soll der gesamte US-mexikanische Grenzverlauf mit unbemannten Drohnen lückenlos überwacht werden.
(agenturen/falt)
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G. rud.v.rohr, adliswil
)
(shahan
Verfasst am: 31.8.2010 14:39
Solange weltweit...
die verschiedenensten Regierungen an den... mehr
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