International
Geheime Nahost-Friedensgespräche
Im Vorfeld der direkten Friedensverhandlungen zwischen Israel und Palästina haben bereits geheime Gespräche stattgefunden. Wie erst jetzt bekannt wurde, sind am Sonntag Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak zu einer Standortbestimmung zusammen getroffen. Thema war unter anderem die israelische Siedlungspolitik im Westjordanland.
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Das Treffen zwischen Barak und Abbas fand in Amman statt und sei auf Vermittlung des jordanischen Königs Abdullah II. zustande gekommen, wie israelische Medien berichteten.
«Gesten des guten Willens»
Gegenstand der Gespräche war laut Angaben des israelischen Armeerundfunks die Vorbereitung der am Mittwoch beginnenden direkten Friedensgespräche zwischen der Palästinenserbehörde und Israel. Zudem sei es um mögliche «Gesten des guten Willens» von israelischer Seite in Bezug auf die Siedlungsprojekte im Westjordanland gegangen.
Sabotage-Akt durch Palästinenser
Kurz vor den geplanten Friedensverhandlungen sind im Westjordanland vier israelische Bürger getötet worden. Unbekannte feuerten mit Gewehren auf das Auto der Israelis.
Das Attentat ereignete sich in der Nähe der palästinensischen Stadt Hebron. Dort leben gut 500 jüdische Siedler in schwer gesicherten Enklaven unter über 100'000 Palästinensern.
Friedensgespräche im Weissen Haus
Die israelische Siedlungspolitik ist der zentrale Streitpunkt im Nahost-Konflikt. Vor allem dieser Punkt birgt hohes Risikopotential für ein Scheitern der ab Mittwoch beginnenden Friedengespräche im Weissen Haus.
Auf Einladung von US-Präsident Obama werden sich dann Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der ägyptische Präsident Husni Mubarak zu direkten Friedensverhandlungen einfinden.
(sda/afp/falt)
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